Bangkok/Rattanakosin

Rattanakosin ist die historisch gewachsene „Altstadt“ von Bangkok. Sie liegt heute im Verwaltungsbezirk (Khet) Phra Nakhon. Hier befinden sich Haupt-Sehenswürdigkeiten wie der Große Palast mit dem Tempel des „Smaragd-Buddha“ (Wat Phra Kaeo) sowie Wat Pho (der Tempel des liegenden Buddha), aber auch das „Backpacker-Viertel“ rund um die Khao San Road. Für die Zwecke dieses Reiseführers ist es mit den angrenzenden Bezirken Dusit (mit dem neueren Dusit-Palastensemble, dem Regierungsviertel) und Samphanthawong (mit Bangkoks „Chinesenviertel“ rund um die Thanon Yaowarat) zusammengefasst.

Großer Palast vom Chao-Phraya-Fluss gesehen

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Karte von Rattanakosin und Thonburi um 1800

Bis ins 18. Jahrhundert gab es an der Stelle des heutigen Bangkok zwei kleine Orte, Thonburi am westlichen und Bang Kok am östlichen Ufer des Chao-Phraya-Flusses mit jeweils einem Fort, die die Zufahrt vom offenem Meer zur alten Hauptstadt Ayutthaya kontrollierten. Nach dem Untergang Ayutthayas verlegte der neue König Taksin 1768 die Hauptstadt zunächst nach Thonburi. Taksin wurde 1782 – möglicherweise nachdem er wahnsinnig geworden war – gestürzt und hingerichtet und sein wichtigster Minister und Heerführer Chao Phraya Chakri übernahm die Macht.

Der heute als Rama I. bekannte neue König verlegte die Hauptstadt auf die andere Seite des Flusses, vermutlich aus drei Motiven: besserer Schutz vor potentiellen Angriffen der Birmanen von Westen; mehr Platz für einen großzügigen Steinpalast und die Möglichkeit, sich mit einem Neuanfang vom Ruch des Usurpators zu befreien. Statt Bang Kok nannte er die neue Hauptstadt Krung Rattanakosin („Stadt des Juwels Indras“). Mit „Indras Juwel“ ist der Smaragdbuddha gemeint, den Chao Phraya Chakri noch als General aus Vientiane erbeutet hatte und den er nun zum spirituellen Symbol seiner Herrschaft machte. Der hinduistische Himmelsgott Indra mit seinem Reittier, dem vielköpfigen Elefanten Erawan, ist Schutzpatron und Symbol Bangkoks.

Übersichtskarte der Rattanakosin-Insel (zum Vergrößern klicken)

Rama I. plante Bangkok als möglichst getreues Abbild der alten Hauptstadt Ayutthaya, die er gewissermaßen wiedererstehen lassen wollte. Da Ayutthaya auf allen Seiten von Wasser umgeben war, musste auch Rattanakosin eine Insel werden. Westlich wurde es bereits von einem Bogen des Chao Phraya umflossen. Auf der Ostseite ließ der Herrscher von 5.000 laotischen Kriegsgefangenen einen Kanal graben, den Khlong Rop Krung (wörtlich: „Kanal, der die Stadt umschließt“). Kernstück der neuen Hauptstadt wurde der gewaltige steinerne Große Palast mit einem eigenen Bereich für den königlichen Tempel, der den Smaragdbuddha beherbergt (Wat Phra Kaeo). Außerdem wurde eine Vielzahl weiterer Tempel errichtet. Zusätzlich zum Wassergraben wurde die Stadt mit einer dicken, zinnenbewehrten Ziegelmauer eingefasst. (Überreste dieser Mauer sind heute noch am Phra Sumen Fort und gegenüber des Wat Bowonniwet in Bang Lamphu zu sehen.) Viele der Backsteine, die zum Bau der Mauer und der Forts benutzt wurden, kamen aus dem zerstörten Ayutthaya.

Der Gründer der bis heute herrschenden Chakri-Dynastie wollte auch überlieferte Zeremonien der Ayutthaya-Zeit wiederbeleben. So wurde etwa der Graben weit genug ausgehoben, um der Bevölkerung auch hier die in Ayutthaya so beliebten Bootsrennen bieten zu können. Auch die „Riesenschaukel“ (Sao Ching Cha) diente einer brahmanischen Fruchtbarkeitszeremonie.

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