South Eastern Main Line

Die South Eastern Main Line ist eine Eisenbahnstrecke in Großbritannien. Sie verbindet London mit der Grafschaft Kent und den Hafenstädten am Ärmelkanal. Die Vororts- und Schnellzüge auf dieser Strecke werden von der Gesellschaft Southeastern betrieben; diese verkehren in London von den Bahnhöfen Charing Cross, Blackfriars, Cannon Street und London Bridge aus. Bei Ashford besteht ein Anschluss an den Channel Tunnel Rail Link zum Eurotunnel.

South Eastern Main Line
British Rail Class 376 im Bahnhof London Bridge
British Rail Class 376 im Bahnhof London Bridge
Strecke der South Eastern Main Line
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 750 V =
Stromsystem: 25 kV 50 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 160 km/h
London Charing Cross
Hungerford Bridge über die Themse
Waterloo East
Blackfriars Road
Thameslink nach Blackfriars
Southwark Depot
nach Cannon Street
London Bridge
Spa Road
Southwark Park
South London Line
Brighton Main Line
Bricklayers Arms
East London Line nach Whitechapel
Greenwich Line
East London Line von New Cross Gate
New Cross
Greenwich Park Branch
St Johns
Lewishamzur DLR
Hayes Line
North Kent Line
Hither Green
Dartford Loop Line
Hither Green TMD
Dartford Loop Line
Abstellanlage Hither Green
Abstellanlage Hither Green
Grove Park Depot
Grove Park
Bromley North Line
Elmstead Woods
Chislehurst
Chatham Main Line
Petts Wood
Abstellanlage Orpington
Orpington
Chelsfield
Knockholt
Knockholt Tunnel und Motorway M25
Dunton Green
nach Westerham
nach Bat & Ball
Sevenoaks
Hildenborough
Medway
Redhill–Tonbridge Line
Tonbridge
Hastings Line
Paddock Wood
Medway Valley Line
nach Hawkhurst
Marden
Staplehurst
Headcorn
Kent and East Sussex Railway
nach Tenterden
Pluckley
Chart Leacon Depot
Maidstone East Line
Channel Tunnel Rail Link
Ashford International
Abstellanlage Ashford
Ashford−Ramsgate Line
Channel Tunnel Rail Link
Marshlink Line
Ashford Depot
Smeeth
Westenhanger
Sandling
Hythe and Sandgate Branch
Elham Valley Line
Dollands Moor
zum Eurotunnel
Cheriton
Folkestone West
Folkestone Central
Folkestone Harbour
Folkestone East
Martello Tunnel (500 m)
Folkestone Warren
Abbotscliffe Tunnel (1800 m)
Shakespeare Cliff
Shakespeare Tunnel (1260 m)
Dover Town
Hafengelände
Dover Priory
Kent Coast Line
Chatham Main Line

. . . South Eastern Main Line . . .

Erbaut wurde die Strecke von der South Eastern Railway (SER), die in Konkurrenz zur London, Chatham and Dover Railway (LCDR) stand. Die SER erhielt 1836 vom Parlament die Konzession zum Bau einer Strecke von London Bridge über East Croydon, Redhill, Tonbridge, Ashford und Folkestone nach Dover.

Zwischen London und Redhill teilte sich die SER die Trasse der Brighton Main Line der London, Brighton and South Coast Railway. Das Parlament hatte darauf bestanden, dass südlich der Hauptstadt nur eine einzige Bahnlinie nötig sei. Die SER-Züge mussten somit einen weiten Umweg fahren. Der Beschluss des Parlaments ignorierte die Tatsache, dass schon seit der Antike eine direkte Straßenverbindung London – Dover bestand und dass bei anderen bedeutenden Eisenbahnprojekten ebenfalls eine möglichst direkte Linienführung gewählt worden war. Ein Zugspassagier nach Dover musste über 35 Kilometer mehr zurückzulegen als mit der Postkutsche.

Die Hauptlinie erreichte Ashford am 1. Dezember 1842, die Vororte von Folkestone am 28. Juni 1843 und Dover am 7. Februar 1844. Im Jahr 1845 ersetzte die SER ihre Hauptbetriebswerkstatt von New Cross in London nach Ashford.

Aufgrund der Konkurrenz mit der LCDR, welche die direkter verlaufende Chatham Main Line gebaut hatte, baute die SER eine sehr kostspielige Verbindung über Sevenoaks und Orpington durch die North Downs, mit zwei für damalige Begriffe langen Tunnels bei Knockholt. Diese 39 Kilometer lange „Abkürzungslinie“ erreichte Chislehurst am 1. Juli 1865. Die Eröffnung des Abschnitts bis Sevenoaks verzögerte sich bis zum 2. März 1868. Am 1. Mai 1868 wurde schließlich auch der Abschnitt nach Tonbridge eröffnet. 1899 fusionierten die SER und die LCDR zur South Eastern and Chatham Railway (SECR), was eine Vereinfachung der Gleisanlagen in Ashford und Dover mit sich brachte.

Die 1923 entstandene Southern Railway elektrifizierte die Strecke mit 660 V Wechselstrom und Stromschienen. Im Juli 1925 wurde der elektrische Betrieb von London Victoria aus nach Orpington aufgenommen. 1926 folge der Abschnitt von Charing Cross und Cannon Street über London Bridge nach Orpington. Im Januar 1935 erreichten die elektrischen Züge schließlich Sevenoaks. 1927 wurde der bisher auf hölzernen Stützen verlaufende Abschnitt entlang Shakespeare Beach mit einer Stützmauer versehen.[1]

Nach dem Zweiten Weltkrieg führte die staatliche British Rail die Elektrifizierung weiter. Diese war im Juni 1961 abgeschlossen. Gleichzeitig erhöhte man die elektrische Spannung auf dem gesamten südöstlichen Streckennetz auf 750 V.

1994 erfolgte die Eröffnung des Eurotunnels, dessen nördliches Portal bei Cheriton in der Nähe von Folkestone liegt. Da zu diesem Zeitpunkt keine Schnellfahrstrecke auf britischem Boden existierte, fuhren die Eurostar-Züge nach Verlassen des Tunnels auf der South Eastern Main Line nach Ashford und erreichten London via Maidstone. Seit September 2003 verkehren die internationalen Hochgeschwindigkeitszüge auf dem High Speed One.

Durch Hochwasser am Heiligabend 2015 wurde die seeseitige Stützmauer entlang Shakespeare Beach auf dem Streckenabschnitt zwischen Dover Priory und Folkestone Central stark beschädigt,[2] so dass der Betrieb zeitweilig unterbrochen werden musste. Bei den Vorbereitungen zum Wiederaufbau wurden weitere Mängel bei der Errichtung der originalen Mauer festgestellt.[1] Die Arbeiten zur Wiederherstellung dauerten bis 5. September 2016.

. . . South Eastern Main Line . . .

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