PIAAC-Studie

PIAAC steht für Programme for the International Assessment of Adult Competencies.[1] Ähnlich wie bei PISA (Programme for International Student Assessment) handelt es sich dabei um eine von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in Auftrag gegebene internationale Vergleichsstudie zur Erfassung von grundlegenden Kompetenzen. Untersucht wird eine Stichprobe der erwachsenen Wohnbevölkerung im Alter von 16 bis 65 Jahren.[1]

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Nach Veranstalterangaben werden mit PIAAC „grundlegende Kompetenzen untersucht, die notwendig sind, um den alltäglichen und beruflichen Anforderungen erfolgreich begegnen zu können.“ PIAAC liefere „Anhaltspunkte, inwiefern Schul- und Ausbildungssysteme der einzelnen Länder in der Lage sind, die erforderlichen Kompetenzen zur erfolgreichen Teilnahme an der Gesellschaft zu fördern. Diese Erkenntnisse bieten eine wissenschaftliche Grundlage für mögliche politische Interventionen und gesellschaftliche Veränderungen.“[2]

Untersucht werden Lesekompetenzen, alltagsmathematischen Kompetenzen sowie technologiebasierten Problemlösekompetenzen Erwachsener. Mit zusätzlich erhobenen soziodemografischen Merkmalen und Hintergrundinformationen können zudem Indikatoren identifiziert werden, die mit dem Erlangen von Kompetenzen im Zusammenhang stehen. Somit liefere PIAAC „sowohl auf nationaler Ebene als auch im internationalen Vergleich ein umfassendes Bild des Humankapitals der teilnehmenden Länder.“[3]

In PIAAC werden die folgenden Kompetenzen untersucht:

  • Lesekompetenz (Literacy) sowie grundlegende Komponenten der Lesekompetenz (Reading Components): Damit wird das Verstehen, Nutzen und Interpretieren von geschriebenen Texten verstanden. Die Lesekompetenz ist die Voraussetzung, um eigene Ziele zu erreichen, das eigene Wissen und Potenzial weiterzuentwickeln und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Neben Aufgaben wie dem Lesen und Verstehen eines Medikamentenbeipackzettels oder eines kurzen Zeitungsartikels sind ebenso Aufgaben enthalten, die das Lesen in elektronischen Medien erfordern, wie z. B. einer Stellenanzeige in einem Onlineportal.[4]
  • Alltagsmathematische Kompetenz (Numeracy): Es bezeichnet die Fähigkeit, alltägliche mathematische Informationen abzurufen, zu verwenden, zu interpretieren und den unterschiedlichen mathematischen Anforderungen im Alltag erfolgreich zu begegnen. Operationalisiert wird alltagsmathematische Kompetenz mit Aufgaben wie z. B. der Einschätzung eines Sonderangebots oder der Interpretation von numerischen Informationen in Grafiken und Tabellen.[5]
  • Technologiebasiertes Problemlösen (Problem Solving in Technology-Rich Environments): Das technologiebasierte Problemlösen ist als Kompetenzdomäne erstmals in PIAAC operationalisiert. Sie bezeichnet die Verwendung digitaler Technologien, Kommunikationshilfen und Netzwerke zur erfolgreichen Informationssuche, -vermittlung und -interpretation. Im Fokus der ersten Befragungswelle bei PIAAC steht hierbei, wie Personen sich Informationen in einer computergestützten Umgebung erfolgreich beschaffen und wie sie diese verwenden. Diese Domäne beinhaltet Aufgaben wie das Sortieren und Versenden von E-Mails, die Bearbeitung von virtuellen Formularen und die Beurteilung des Informationsgehalts sowie der Vertrauenswürdigkeit von verschiedenen Internetseiten.[6]

Zusätzlich werden in einem umfassenden Hintergrundfragebogen Informationen zu den befragten Personen aus den folgenden Bereichen erfragt:[7]

  • soziodemografische Merkmale (z. B. Alter, Geschlecht)
  • Aus- und Weiterbildung (z. B. höchster Bildungsabschluss, Fachrichtung und Weiterbildungsbeteiligung)
  • Erwerbsstatus, Erwerbsbiografie und Arbeitsplatzmerkmale (z. B. Beruf der derzeitigen oder letzten Erwerbstätigkeit, Erwerbseinkommen)
  • Gesellschaftliches Engagement, Einstellungen und Gesundheit (z. B. ehrenamtliche Tätigkeiten, Selbsteinschätzung der eigenen Gesundheit)
  • allgemein und beruflich ausgeübte Tätigkeiten (z. B. Häufigkeit von unterschiedlichen Lese- und Schreibaktivitäten)

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