Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache

Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache (Originaltitel: Propaganda: La fabrique du consentement) ist ein französischerDokumentarfilm von Jimmy Leipold aus dem Jahr 2017 über Edward Bernays und Public Relations. Es handelt sich um eine Koproduktion von ARTE France und INA.

Film
Deutscher Titel Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache
Originaltitel Propaganda: La fabrique du consentement
Produktionsland Frankreich
Originalsprache Französisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 53 Minuten
Stab
Regie Jimmy Leipold
Drehbuch Jimmy Leipold
Produktion Anne Genevaux
Musik Siegfried Canto
Kamera Denis Gaubert
Schnitt Pauline Pallier

. . . Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache . . .

Der Dokumentarfilm durchleuchtet die Entstehung und Handhabe von Methoden, mit denen sich die Massen in demokratischen Systemen mittels Massenpropaganda steuern lassen können und wie sich Politiker und Unternehmer dieser Methoden bedienten, um ihre eigenen Interessen zu fördern. Mittels Archivbildern und Interviews mit namhaften Personen wird die Wissenschaft der Meinungsmache bei verschiedenen historischen Ereignissen geschildert.

Rekrutierungsplakat aus dem Ersten Weltkrieg

Trotz der von US-Präsident Woodrow Wilson vor seiner Wiederwahl zugesicherten Neutralitätspolitik während des Ersten Weltkriegs, gelang es ihm 1917 durch seine eingerichtete Creel-Kommission, die sich ausschließlich aus Kommunikationsprofis wie Edward Bernays zusammensetzte, das Volk mittels Massenpropaganda dazu zu bewegen, den Kriegseintritt zu unterstützen, indem diese ein Konzept für eine landesweite Kampagne mit charismatischen Schauspielern, Geschäftsleuten und Predigern in Werbemaßnahmen und der Unterhaltungsbranche mit einer Fürsprache eines Kriegseintritts ausarbeitete, die aus kritisch denkenden Menschen, emotionsgeleitete Befürworter eines Kriegseintritts werden ließ.

Edward Bernays (1917)

Als die in den USA durch den Aufstieg des Industriekapitalismus hervorgegangene Verelendung der Arbeiterklasse der Fabriken und die daraus resultierende Welle von Unruhen durch Arbeiterrevolten zur Mitte der 1910er-Jahre ihren Höhepunkt erreichte, fürchteten die in Bedrängnis geratenen Unternehmerschaften einen Umsturz und sahen in den von der Creel-Kommission geschaffenen Methoden eine Möglichkeit, der Arbeiterklasse den Kapitalismus wieder schmackhaft machen zu können. Edward Bernays, der die Erkenntnisse über Massenpropaganda des Publizisten namens Walter Lippmann übernommen und ausgefeilt hatte, beanspruchte für sich den Titel des ersten Public Relations-Beraters. Bernays und weitere PR-Experten der einstigen Creel-Kommission wurden von Unternehmern der Großindustrie angeheuert, um die Bevölkerung davon zu überzeugen, dass ihnen allen das Gedeihen privater Unternehmen zugute käme. Der arme Bürger wurde zu einem Verbraucher mit Kaufentscheidungen, die weniger auf Grundbedürfnissen, sondern verstärkt auf Wünschen beruhen.

. . . Edward Bernays und die Wissenschaft der Meinungsmache . . .

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