Kinshasa

Kinshasa (früher Léopoldville) ist Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo.

Kinshasa, Boulevard de 30 Juin in Gombe
Kinshasa
Provinz provinzfrei
Einwohner 8.096.254
anderer Wert für Einwohner auf Wikidata: 11855000
Höhe
240 m
keine Touristinfo auf Wikidata:
Lage
Lagekarte von Demokratische Republik Kongo
Kinshasa

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 Dynamische Karten

Kinshasa, von 1971 bis 1997 Hauptstadt von Zaire, ist heute Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo. Nirgendwo sonst wie hier herrscht eine derartige Symbiose zwischen der Moderne und dem Traditionellen. Kinshasa liegt am Fluss Kongo und ist in 24 Gemeinden (communes) aufgeteilt.

Als Hauptstadt dieser 24 Gemeinden ist Kinshasa den Provinzen gleichgestellt und wird von einem Gouverneur verwaltet. Die größte Stadtgemeinde der Fläche nach ist Maluku mit einer Fläche von 7.948,80 Quadratkilometern, die fast 80 Prozent der Gesamtfläche ausmacht. Die kleinste Stadtgemeinde stellt mit 2,72 Quadratkilometern Kintambo dar. Im Vergleich zu Maluku beträgt hier der Anteil an der Gesamtfläche ca. nur 0,03%. Die höchste Einwohnerzahl der 24 Gemeinden von Kinshasa hat mit 946.372 Einwohnern Kimbanseke, was ca. 13,5% der Gesamtbevölkerung ausmacht. Gombe ist die Gemeinde, in der sich die meisten staatlichen und internationalen Institutionen befinden, und ist zugleich Wohnsitz der meisten Diplomaten im Lande. Mit ca. 33.000 Einwohnern hat Gombe die niedrigste Bevölkerungszahl der Gemeinden von Kinshasa. Während mit ca. 63.000 Einwohnern je Quadratkilometer Bumbu die Gemeinde mit der höchsten Bevölkerungsdichte darstellt, hat Maluku mit nur 23 Einwohnern je Quadratkilometer die geringste Bevölkerungsdichte.

Kinshasa hieß bis zum 3. Mai 1966 Léopoldville (Léoville, Leopoldstadt). Léopoldville wurde am 3.Dezember 1881 von Henry Morton Stanley als Handelsposten und zu Ehren des damaligen belgischen Königs Leopold II. gegründet. Nachdem 1923 die Hauptstadt des Belgisch-Kongo von Boma nach Léopoldville verlegt wurde, erlebte Léopoldville ein rasches Wachstum.

Vor der Unabhängigkeit war Léopoldville in zwei Teile geteilt:

a) Europäerstadt
b) Afrikanerstadt (Quartier Indigène)

In Léopoldville war der Wechsel von einem Stadtteil in den anderen nach 21 Uhr abends strengstens verboten. Nur mit einem Sonderausweis war es den Bewohnern gestattet, sich von einem Stadtteil in den anderen zu bewegen.

1960 galt Léopoldville mit etwa 400.000 Einwohnern als die größte Stadt Zentralafrikas. Als 1966 Joseph-Désiré Mobutu die Macht ergriff, veranlasste er die Umbenennung von Léopoldville in Kinshasa – das ist der Namen eines ehemaligen Dorfes im Stadtgebiet. Im September 1996 begann unter Führung von Laurent Désiré Kabila im Osten des Landes eine Rebellion, die militärisch von Ruanda und Uganda unterstützt wurde. Obwohl die Rebellion durch Flüchtlingsströme aus den beiden Nachbarländern Ruanda und Uganda verstärkt wurde, wurde sie zunächst nicht ernst genommen. Am 16. Mai 1997 zog Kabila mit seinen Truppen in Kinshasa ein, und es gelang ihm der Sturz des schwer kranken und international isolierten Mobutu. Am 29. Mai 1997 erklärte Kabila sich zum neuen Präsidenten.

Weitere Informationen zur Geschichte finden sich unter „Demokratische Republik Kongo“.

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