Ehrenfels (Schiff, 1898)

Die 1898 in Dienst gestellte zweite Ehrenfels der Deutschen Dampfschiffahrtsgesellschaft „Hansa“ (DDG „Hansa“) war ein Frachtschiff der 8000 tdw-Klasse, dem Standardschifftyp für den Verkehr in dem Mittleren Osten.

Ehrenfels
Ein 8000 tdw-Frachter der DDG „Hansa“
Ein 8000 tdw-Frachter der DDG „Hansa“
Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich Deutsches Reich
Schiffstyp Frachtschiff
Heimathafen Bremen
Eigner DDG Hansa
Bauwerft Wigham Richardson
Baunummer 346
Stapellauf 21. Juli 1898
Indienststellung 7. Oktober 1898
Verbleib 9. Mai 1902 gesunken
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
125,65 m (Lüa)
Breite 16,44 m
Tiefgang max. 6,12 m
Vermessung 5345 BRT
3534 NRT
 
Besatzung 62
Maschinenanlage
Maschine Vierfach-Expansionsmaschine
Maschinen-
leistung
2.600 PS (1.912 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
10,5 kn (19 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 8000 tdw

Am 9. Mai 1902 ging die zweite Ehrenfels auf der Heimreise von Kalkutta nach Hamburg in einem Taifun im Indischen Ozean etwa auf der Position 12° 30′ N, 56° 25′ O12.556.416666666667 verloren. Der Kapitän und vierzig Männer fanden in der See den Tod. Es war der Unfall mit den meisten Opfern der DDG Hansa.

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Die zweite Ehrenfels der DDG „Hansa“ wurde 1898 als viertes Schiff der neuen 8000 tdw-Frachter der Bremer Frachtschiffsreederei bei Wigham Richardson & Co unter der Baunummer 346 gebaut. Über 30 ähnliche Schiffe dieser Größe zwischen 5000 und 6000 BRT erhielt die Reederei bis 1914.
Die Werft von Wigham Richardson in Newcastle hatte mit der ersten Ehrenfels schon 1882 zu den ersten Lieferanten gehört. Ab 1895 bis 1910 war sie dann Hauptlieferant der DDG „Hansa“ mit fast 30 Schiffen. Die Ehrenfels und ihre drei Schwesterschiffe waren die erste Serie, die die Werft an die DDG „Hansa“ lieferte, der bis 1906 weitere folgten.

Die 126 m lange Ehrenfels wurde von einer Vierfach-Expansionsmaschine von 2600 PS angetrieben und konnte bis zu 10,5 kn laufen. Am 7. Oktober 1898 wurde sie an die Bremer Reederei abgeliefert.

Am 9. Mai 1902 sank die Ehrenfels auf der Reise von Kalkutta nach Hamburg mit einer Ladung Jute, Leinsaat und Häuten in einem Taifun im Indischen Ozean etwa auf der Position 12°30′ N / 56°25′ O. Am 13. Mai 1902 konnte ein Rettungsboot mit dem 1. Offizier und einundzwanzig Männern der Besatzung auf der Position 15°53′ N / 58°46′ O von dem britischen Dampfer Queen Alexandra aus Glasgow aufgenommen werden. Kapitän Gramberg und vierzig Männer seiner Besatzung fanden in der See den Tod.
Am 17. Mai 1902 kamen die Überlebenden in Aden an und reisten auf Weisung des deutschen Konsuls an Bord des ReichspostdampfersKönig Albert (10.484 BRT / 1899) zurück nach Deutschland.

Neidenfels, Tannenfels und Bärenfels waren bei Indienststellung kurzzeitig die größten Schiffe der DDG „Hansa“ bis zur Indienstnahme der zweiten Drachenfels 1900

Name Bauwerft BRT
tdw
Stapellauf
in Dienst
weiteres Schicksal
Neidenfels Wigham Richardson
BauNr. 326
5384
8270
19.11.1896
14.12.1896
1914 in Vigo , 1919 nach Frankreich ausgeliefert, 1925 nach Italien: Enrichetta, 1932 Abbruch
Tannenfels Wigham Richardson
BauNr. 336
5480
8280
23.03.1898
9.04.1898
14. September 1914 vor Mindanao vom britischen Zerstörer HMS Chelmer aufgebracht: Basilean, Hunslet, September 1921 Verkauf an Woermann-Linie: Waganda, 1933 verschrottet
Hohenfels Wigham Richardson
BauNr. 338
5469
8385
8.02.1898
27.05.1898
in Tanjung Priok aufgelegt, 1919 mit der Ladung nach Deutschland zurückgekehrt, Juli 1920 nach Leith ausgeliefert: Cape Recife, am 20. Februar 1929 vor Südafrika aufgelaufen und verloren[1]
Ehrenfels (2) Wigham Richardson
BauNr. 346
5345
8000
21.07.1898
7.10.1898
am 9. Mai 1902 auf der Heimreise in einem Taifun gesunken (41 Tote)
Bärenfels Flensburger SG
BauNr. 180
5609
8300
5.10.1898
12.10.1898
1914 in Port Said beschlagnahmt, 1915: Huntsvale, am 4. November 1916 östlich Malta vom deutschen U-Boot UB 43 torpediert und versenkt[2].

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