Die Moritat von Mackie Messer

Die Moritat von Mackie Messer ist eine von Bertolt Brecht getextete und von Kurt Weill vertonte Moritat aus dem Theaterstück Die Dreigroschenoper von 1928. Das beliebte Bänkellied gilt heute als das bekannteste und am meisten „gecoverte“ Stück der Dreigroschenoper. International ist es auch unter dem Titel Mack the Knife in der englischen Textfassung von Marc Blitzstein bekannt.

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Die Moritat von Mackie Messer ist Teil der Opernpersiflage Dreigroschenoper von Bertolt Brecht mit Musik von Kurt Weill, die auf der von John Gay und Johann Christoph Pepusch verfassten Beggar’s Opera („Bettleroper“) basiert. Die Beggar’s Opera wurde erstmals am 29. August 1728 im Londoner Lincoln’s Inn Fields Theatre uraufgeführt.[1]

Fast genau 200 Jahre später kam es zur Uraufführung der Dreigroschenoper. Die Moritat ist das Eröffnungsstück dieses Werks, in dem ein Moritatensänger die Untaten des Gangsters Macheath, genannt Mackie Messer, aufzählt. Das Lied wurde 1928 erst kurz vor der Premiere in das Stück eingefügt, weil der Darsteller des Mackie Messer, Harald Paulsen, eine wirkungsvollere Exposition seiner Rolle wünschte.

Harald Paulsen – Die Dreigroschenoper

Zusammen mit der Dreigroschenoper wurde die Moritat am 31. August 1928 erstmals im Berliner Theater am Schiffbauerdamm uraufgeführt. Die Aufführung wurde von Theo Mackeben und seiner Band musikalisch gestaltet. Bei der Uraufführung wurde der Moritatensänger von Kurt Gerron dargestellt, der außerdem auch noch den Polizeichef „Tiger“ Brown spielte. Die erste Schallplattenaufnahme des Songs stammt von Harald Paulsen (Homocord #4-3747) vom September 1928, Brecht selbst hat den Titel erstmals im Mai 1929 aufgenommen. Eine weitere Version stammt von Kurt Gerron, der den Song am 7. Dezember 1930 mit Mackebens Orchester einspielte.

Brecht verfasste zunächst neun Strophen des Lieds, von denen Weill allerdings nur sechs für das Theaterstück vertonte. Für einen geplanten Dreigroschenfilm schrieb Brecht 1930 drei zusätzliche Schlussstrophen. Die Verfilmung kam in der von Brecht und Weill gewünschten Form nicht zustande, doch wurden die Schlussstrophen in Georg Wilhelm Pabsts Verfilmung von 1931 aufgenommen.

Am 19. Februar 1931 wurde in Berlin der Film Die Dreigroschenoper (mit Rudolf Forster als Mackie Messer) unter der Regie von Georg Wilhelm Pabst uraufgeführt, der ab 17. Mai 1931 auch in den USA gezeigt wurde. In der Verfilmung stellte Ernst Busch den Moritatensänger dar, der in der Folge viel zur Verbreitung des Liedes beitrug. Nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 wurde die Dreigroschenoper in Deutschland verboten, beide Autoren mussten aus Deutschland fliehen.

1948 verfasste Brecht für eine Inszenierung der Münchner Kammerspiele zwei weitere Schlussstrophen. Diese beiden Strophen wurden auch für eine Gedichtfassung der Moritat unter dem Titel Die Moritat vom Räuber Mackie Messer verwendet; da die ursprüngliche dritte und siebente Strophe gestrichen worden waren, besteht auch diese Fassung aus neun Strophen. Sie ist auch in der Gesamtausgabe der Gedichte von Bertolt Brecht enthalten.

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