Aborigines Tracker

Aborigines Tracker waren indigene Fährtensucher und Spurenleser Australiens, die bei den britischen Siedlern, Entdeckern und der Polizei dienten. Als die Briten 1788 nach Australien kamen, waren sie nicht in der Lage, die Landschaft, das Klima, die Spuren von Tieren zu lesen oder Pflanzen hinsichtlich ihrer Genießbarkeit zu bestimmen. Gänzlich unbekannt war den Briten, wie man Wasserstellen in der kargen Landschaft finden und sauber halten konnte. Diese Fähigkeiten waren für die traditionellen Aborigines lebenswichtig und wurden ihnen von Kindheit an beigebracht.

Tommy Windich war als Aborigines Tracker an zahlreichen Expeditionen in Western Australia in den 1860er und 1870er Jahren beteiligt

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Die ersten zwei Aborigines-Spurenleser, Mogo und Mollydobbin, wurden 1834 in Western Australia bei Fremantle eingesetzt, um einen fünf Jahre alten Jungen zu finden, der dort in der ariden Landschaft verloren gegangen war. Sie fanden ihn nach zehnstündiger Suche. 1864 wurden drei Kinder nach einem starken Regen bei Wimmera in Victoria neun Tage lang vermisst. Als man daraufhin den black tracker, genannt King Richard oder Dick-a-Dick, einsetzte, fand man sie nach einem Tag Suche lebend und wohlauf.[1]

Als die europäischen Siedler das Landesinnere Australiens kolonisierten, nachdem sie 1813 einen Weg über die Blue Montains gefunden hatten, benötigten sie die Aborigines Tracker. Die britischen Entdecker nutzten die indigenen Führer, die nicht nur die Landschaft lesen, sondern auch mit anderen Aboriginesvölkern kommunizieren konnten. Die Spurensucher kannten Wege durch das Land, Stellen für Wasser und Nahrung, konnten verlorene Expeditionsmitglieder wieder zurückführen. Sie fungierten darüber hinaus als Botschafter und Dolmetscher zwischen indigenen Völkern und Europäern, kannten die Sitten und Gewohnheiten beider Seiten und achteten die kulturellen Gepflogenheiten der Aborigines. Sie ermöglichten damit auch die friedvolle Durchquerung von Stammesgebieten und sie achteten auf die Stammesgrenzen.

Beispielsweise führte John Piper, ein Aborigines Tracker, Thomas Mitchell bei seiner Expedition über die Great Dividing Range.

Der deutsche Australienforscher Ludwig Leichhardt nahm bei seinen drei großen Forschungsreisen ebenfalls Aborigines Tracker mit.

Edward John Eyre hatte einen Tracker namens Wylie, der sein Freund wurde. Sie waren die ersten Männer, die Australien vom Osten nach Westen durch die Nullarbor-Ebene von Adelaide nach Albany durchquerten. Wylie rettete das Leben von Eyre, der ohne ihn verloren gewesen wäre. Wylie fand Wasser und jagte Kängurus, damit sie nicht verhungerten. Als Dank bezahlte ihm Eyre eine lebenslange Pension.

Im Gegensatz hierzu nutzten Robert Burke und William Wills auf ihrer Expedition von Melbourne zum Gulf of Carpentaria keine Aborigines Tracker. Diese Expedition führte ins Fiasko und letztendlich zu ihrem Tode. Sie waren trotz Ratschlägen von Aborigines nicht in der Lage, das Essen so zuzubereiten wie die Aborigines. Dadurch nahmen sie Pflanzengift auf. Sie merkten zwar, dass sie immer schwächer wurden, wussten aber nicht warum und starben.

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