Die Tochter des Vercingetorix

Die Tochter des Vercingetorix (französischer Originaltitel: La Fille de Vercingétorix) ist der 38. Band der ComicreiheAsterix, der am 24. Oktober 2019 erschienen ist. Wie schon bei den drei Bänden zuvor war Jean-Yves Ferri der Autor und Didier Conrad der Zeichner. Der Titel des Bandes wurde am 10. April 2019 im Parc Astérix bei Paris bekanntgegeben. Die Ausgabe erschien zum 60. Geburtstag des Titelhelden bzw. zum 30. Geburtstag des Freizeitparks.[1][2]

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Asterix und Obelix, die Helden der Reihe, treffen auf Adrenaline, die Tochter des Gallier-Fürsten Vercingetorix, die in Begleitung zweier Arverner-Häuptlinge im Dorf auftaucht; alle drei befinden sich auf der Flucht vor den Römern.[1] Adrenaline soll eine Zeitlang im Dorf verbleiben. Die Teenagerin ist wenig angepasst, rebellisch und zeigt dies durch ihre engen Hosen, die schwarze Kleidung und ihren roten Zopf. Von Beginn an, und dann immer wieder, wird vor ihrer kritischsten Eigenschaft gewarnt – sie haut gerne ab. Schnell lernt Adrenaline die Dorfjugend kennen, den Sohn des Schmieds, Selfix, und den Sohn des Fischhändlers, Aspix, mit dessen kleinem Bruder Surimix.

Neben der Rahmenhandlung (Cäsar will Adrenalines Halsring – als Symbol des gallischen Widerstands – und das Mädchen selbst in seine Gewalt bringen, wobei ihm Miesetrix, ein abtrünniger gallischer Häuptling, als Spion behilflich sein soll) kommt es zu weiteren Handlungssträngen, von denen einer das Erwachsenwerden behandelt. Es geht um die Kritik an der Gesellschaft, dem Wildschwein-Hinkelstein-Zaubertrank-System, und die Berufswahl, wobei sich vor allem der Fischhändler Verleihnix und der Schmied Automatix regelmäßig in die Haare kriegen, wessen Sohn nun beim Vater die anständigere Ausbildung erhält.

Adrenalines Traum ist es, mit Waisenkindern auf die sagenumwobene Insel Thule zu entfliehen, um dort den Kindern und sich selbst ein erfülltes Leben zu ermöglichen. Nachdem sie mit Hilfe der anderen Jugendlichen aus dem Dorf fliehen kann, gelangt sie auf das Piratenschiff, wird aber dort von dem abtrünnigen Gallier aufgespürt. Die Gallier starten unterdessen eine groß angelegte Rettungsaktion. Aspix und Selfix werden dabei in die Pflicht genommen und können sich beweisen, weil man ihnen Verantwortung überträgt. Der Showdown findet auf offener See statt, zunächst auf dem Piratenschiff, dann auf einer römischen Galeere, wo der Kapitän seinen hochbegabten und hyperaktiven gotischen Adoptivsohn Ludwikamadeus als Trommler in der Mannschaft untergebracht hat und letztlich die Höhen und Tiefen der Vaterschaft mit ihm erlebt.

Bei der Rettung Adrenalines geht deren Halsring – ein Geschenk ihres Vaters Vercingetorix – im Meer verloren, und der verräterische Häuptling versucht, ihn wieder zu bekommen. Er schwimmt dann in Richtung Land, und eine plötzlich auftauchende Haiflosse lässt auf sein baldiges Ende schließen. Das Piratenschiff sinkt, so wie das schon immer der Fall war. Adrenaline geht ihren Weg und bricht auf dem Schiff und in Begleitung von Letitbix, der einige Zeilen von Imagine von John Lennon zitiert, zur Insel ihrer Träume auf, wobei angedeutet wird, dass sie (mit unterwegs wohl aufgenommenen Kindern) statt nördlich nach Thule durch Winde südwärts auf eine tropische Insel geleitet werden.

Der Verlust von Adrenaline lässt denn auch einen der beiden sie bewachenden Arvernerhäuptlinge in Tränen die Fassung verlieren, die sich während der Zeit ihrer Aufsicht über Adrenaline immer mehr an Vaterstatt für das Mädchen gesehen hatten. Vor Schluss der Geschichte entdecken Aspix und Selfix ihre wahre berufliche Neigung, und so wird wohl der Sohn des Schmieds beim Fischhändler die Lehre antreten und umgekehrt. Das Erkennungswort und der Wahlspruch der Helden „Stark wie der Auerochse! Diskret wie der Maulwurf!“ charakterisiert nicht nur Adrenaline und die Kraft der Jugend, sondern wird auch zum didaktisch-pädagogischen Motto dieser Geschichte um die Adoleszenz, beginnende Liebe und natürlich die Freundschaft. Der Druide Miraculix bestätigt gegenüber Asterix, dass Adrenaline das Vermächtnis ihres Vaters, nämlich Widerstand zu leisten und frei zu bleiben, durchaus umsetze, wenn auch auf ihre Weise.

Am Festmahl schmieden die arvernischen Häuptlinge Pläne zur Rückeroberung Galliens, aber „was zum Schluss einzig zählt, ist das Glück unserer Kinder“. Und der Wendelring des Vercingetorix’ ruht auf dem Grunde des Meeres.

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