St. Georg (Hopsten)

Die römisch-katholische Kirche St. Georg in Hopsten ist die Pfarrkirche der gleichnamigen Gemeinde in Hopsten. Die Kirchengemeinde entstand 1538 aus einer Abpfarrung der Kirche von Schapen, das aufgrund der Reformation evangelisch wurde. Zuvor bestand am Standort schon ein Kirchengebäude als Filialkirche zu der Schapener Kirchengemeinde. 1732 bis 1736 wurde die Kirche zu großen Teilen völlig neu im barocken Stil errichtet. Der Kirchturm wurde 1749 ergänzt. Heute zählt sie zu den wenigen Barockkirchen in Westfalen und stellt mit ihrer Geschichte eine Besonderheit im Großraum Münster/Osnabrück dar.

Blick auf die Kirche St. Georg

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Turmuhr
Kirche mit der Chorraumerweiterung von 1867
Kirchenfenster Krönung Mariens unten im Kirchturm zur Marktseite

Seit der Gründung der Schapener Kirche 785 gehörten alle Bewohner des Hopstener Gebietes zur Schapener Kirchengemeinde. Bereits 1343 wurde eine weitere Kapelle im Gebiet in einer Urkunde des Grafen Nikolaus von Tecklenburg erwähnt, die das Patronats- und Präsentationsrecht des Abtes von Werden zu der Mutterkirche in Schapen sanktionierte. Der genaue Standort der Kirche ist ungeklärt. Vermutet wird der heutige Standort oder das Haus Nieland.

Die politische Trennung von Schapen fand bereits 1400 mit der Abtretung des Gebietes des heutigen Hopstens statt. Der Graf Nikolaus der II. verlor neben der Herrschaft Bevergern auch die Hälfte des Kirchspiels Schapens (Hopsten) an den Bischof von Münster.

Kurz vor Beginn der Reformation in Schapen stifteten Matthaeus von Münster, Herr zu Vortlage, und seine Frau Anna 1536 der Kapelle zum hl. Georg in Hopsten ein Benefizium zu Ehren der hl. Anna. Dieses kann als Anlass zur Abpfarrung zwei Jahre später gesehen werden. Mit der Loslösung 1538 wurde der Taufstein angeschafft, der noch heute in der Kirche steht.

Mit der Reformation in Schapen wuchsen die mit der Abpfarrung einhergehenden Spannungen. Die Kirche unterstand faktisch noch immer dem Grafen von Tecklenburg, jedoch lag sie auf dem Gebiet des Bistums Münster. Der Graf wollte die Reformation nun auch in Hopsten einführen, erfolglos, da der Fürstbischof von Münster und Osnabrück dies ablehnte. Während die Nachbardörfer Recke, Schapen, Freren, Schale, Mettingen und Ibbenbüren reformiert wurden, blieb Hopsten katholisch.

Der Vorgängerbau der heutigen Kirche wurde schon 1695 beim Bischof von Münster als zu klein für die Zahl der Gläubigen gemeldet. Doch blieb dieser Ruf des Pfarrers Joes Gerlacus van Tongeren ungehört. Erst 1732 wurde Geld zum Bau einer größeren Kirche bewilligt. Die Sandsteine der Fenstereinfassungen wurden vom Huckberg in Bevergern besorgt.[1] 1734 wurde der Bau fertiggestellt.

Bei dem Bau der heutigen Kirche wurde der Kirchturm der Vorgängerkirche 1732/74 zunächst weitergenutzt. Als 1749 genug Geld zusammengekommen war, wurde der Turm in seine bis heute erhaltene Form und Höhe von 48 Metern gebracht.

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