Brücke/Most-Stiftung

Die Brücke/Most-Stiftung (tschechischmost = Brücke) ist eine gemeinnützige Stiftung bürgerlichen Rechts mit Sitz in Dresden. 1997 wurde die Stiftung durch den Freiburger Politikwissenschaftler Helmut Köser gegründet mit dem Ziel, insbesondere die jungen Generationen Tschechiens und Deutschlands näher zu bringen und aus der Vergangenheit lernend gemeinsam eine friedliche Zukunft in Europa zu gestalten.

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Brücke/Most-Villa in Dresden, im September 2011

Am 4. August 1997 wurde die Stiftung durch die Unterzeichnung des Stiftungsgeschäfts von Gertrud und Helmut Köser gegründet.

Die politischen Veränderungen der 1990er Jahre, insbesondere der Nachbarschaftsvertrag von 1992 und die Versöhnungsdeklaration von 1997, haben die Voraussetzungen für ein neues Miteinander zwischen Deutschen und Tschechen auf der Grundlage gegenseitiger Toleranz und Achtung geschaffen. Die private Brücke/Most-Stiftung setzt sich das Ziel, die Zusammenarbeit mit der Tschechischen Republik und den anderen ostmitteleuropäischen Reformstaaten sowie deren Eingliederung in die Europäische Union zu unterstützen und zu fördern.

Der Hauptsitz ist Dresden, wo sie auch die Brücke-Villa betreibt. Ferner unterhielt die Stiftung Außenstellen in Freiburg im Breisgau47.991857.86137 und von Mai 2003 bis 2018 auch in Prag50.08909614.430997.

Das Prager Büro der „Nadace Brücke/Most“ wurde auf Wunsch des Gründers Köser eingerichtet. Seit 2007 diente es als Informations- und Kontaktbüro für jugendliche Prag-Reisende und stellt die Begegnung mit jungen Menschen aus Tschechien in den Mittelpunkt seiner Tätigkeit. In Prag wurden Kontakte zu tschechischen Schulklassen vermittelt und ein themenorientiertes sowie pädagogisches Programm zur Stadt Prag angeboten. Das Projekt gehört seit 2018 nicht mehr zur Stiftung und wird von einer Nachfolgeinitiative weiter betrieben.[1]

Da die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank eine Fortführung der Arbeit aus den Erträgen des Stiftungskapitals unmöglich macht, stellt sie Ende 2017 ihren Tagungsbetrieb und die Projektarbeit ein.[2][3] Die Brücke/Most-Stiftung wurde im Oktober 2017 vom Deutschen Kulturrat auf Die Rote Liste gesetzt und in die Kategorie 1 (von Schließung bedroht) eingestuft.[4] Ende August 2017 wurde das Brücke/Most-Zentrum in Dresden geschlossen. Bis Ende 2017 erfolgte die Auflösung der Brücke-Institut gGmbH.

Am 1. November 2018 konstituierte sich der neue Stiftungsrat der Brücke/Most-Stiftung und hat beschlossen, die Arbeit der seit 1997 in Dresden ansässigen Einrichtung auch in Zukunft fortzusetzen. „Wir wollen weiter eine Brücke sein zwischen Dresden, Sachsen, Deutschland, Tschechien und Polen“, so der Stiftungsgründer und Vorsitzende des Vorstandes Helmut Köser am Rande der Sitzung in der Brücke-Villa in Dresden-Blasewitz.[5] Seitdem hat sie sich in kleinerem Umfang neu aufgestellt und setzt in der Brücke-Villa ihre Arbeit fort. Seit 2019 ist die Stiftung Landesservicestelle Lernorte des Erinnerns und Gedenkens.[6]

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