Boll (Sauldorf)

Boll ist ein Ortsteil der Gemeinde Sauldorf im baden-württembergischenLandkreis Sigmaringen in Deutschland.

Boll
Gemeinde Sauldorf
Ehemaliges Gemeindewappen von Boll

47.9501027777789.0326416666667639

Höhe: 639 m ü. NHN
Fläche: 7,29 km²
Einwohner: 407 (31. Dez. 2014)
Bevölkerungsdichte: 56 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1974
Eingemeindet nach: Wasser
Postleitzahl: 88605
Vorwahl: 07777

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Boll liegt auf 646 m ü. NHN in einem Moränengelände westlich der Ablachniederung und rund 5,6 Kilometer westlich vom Hauptort Sauldorf entfernt. Die Gemarkungsfläche umfasst rund 729 Hektar[A 1] (Stand: 31. Dezember 2010[1]) und grenzt an die beiden Landkreise Konstanz und Tuttlingen.

Im so genannten „Unterdorf“ vereinigen sich der von West nach Ost fließende Krummbach und der von Süd nach Nord fließende Espenbach.

Zu Boll gehören das Dorf Boll, die Höfe Grünfleckerhof (1518, 1522 zum Grienflecken im Madach), Hudelhof, Ilgental, Katzenmaierhof, Kohllöffelhof, Riedhöfe (1183 Riedin, 1185 Riede), Steinbruchhöfe und Untermühle und die Häuser Ziegelhütte.[2]

Boll auf einer Karte der Grafschaft Nellenburg aus dem 18. Jahrhundert

Im Gewann „Schlichten“ befindet sich eine keltischeViereckschanze. Sie wurde im Jahr 1836 durch den damaligen Bietinger Pfarrer Joseph Anton Eitenbenz beschrieben. Er hat die Anlage mit einer Seitenlänge von 105 bis 123 Meter ursprünglich für die Reste eines römischenSommerlagers[3] gehalten.[4]

Der Ort ist jedoch jüngeren Datums: Der Ortsname deutet auf eine Siedlung der frühmittelalterlichen Ausbauzeit hin. Anfang des 13. Jahrhunderts wurde der Ort als Bolli und im Jahr 1289 als Bol (Hügel oder Sonderbezirk einer Gemarkung) genannt. Die später im Dorf bestehende Burg Boll ist für die Mitte des 13. Jahrhunderts durch Albert von Bolle (1241–1254) und die Brüder Heinrich und Albert von Bolle (1261) belegt. Da Albert von Bolle 1241 als „advocatus“ bezeichnet wurde, dürfte er Burg und Dorf zu Lehen getragen haben.[2]

Seit Anfang des 15. Jahrhunderts werden Burg und Dorf als Bestandteil der Herrschaft Hewen und Lehen der Grafen von Lupfen in der Hand der Familie von Heudorf genannt. Von dieser kaufte Graf Froben Ferdinand von Fürstenberg im Jahr 1693 das Schloss und Dorf. Die Hochgerichtsbarkeit gehörte im 18. JahrhundertNellenburg, wurde aber auch von Hohenzollern-Sigmaringen beansprucht; dagegen standen die Steuerrechte dem Ritterkanton Hegau zu.[2]

Fürstenberg gliederte Boll seinem Oberamt Meßkirch an, mit dem es 1806 an Baden fiel. 1807 war Boll Teil des Amtsbezirks Meßkirch, Kreis Konstanz, im Landeskommissariatsbezirk Konstanz im Großherzogtum Baden. 1936 gehörte Boll zum Bezirksamt, ab 1939 Landkreis Stockach. Der Landkreis Stockach wurde 1973 im Zuge der Kreisreform des Landes Baden-Württemberg aufgelöst. Boll kam zum Landkreis Sigmaringen.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform in Baden-Württemberg kam Boll am 1. Januar 1974 zur neu gebildeten Gemeinde Wasser, die am 25. Juni 1974 in Sauldorf umbenannt wurde.[5]

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