Arucas (Schiff)

Die Arucas war ein Frucht- und Passagierschiff des Norddeutschen Lloyd (NDL) für einen 1927 neu eingerichteten Dienst zu den Kanaren. Sie war eines von zwei Schwesterschiffen, die von der Reederei bei verschiedenen Werften für diesen Dienst bestellt wurden.

Arucas
Die Arucas
Die Arucas
Schiffsdaten
Flagge Deutsches Reich Deutsches Reich
Schiffstyp Kombischiff mit Kühlräumen
Heimathafen Bremen
Eigner Norddeutscher Lloyd
Bauwerft Flensburger Schiffbau-Gesellschaft
Baunummer 406
Stapellauf 2. Juni 1926
Indienststellung 3. August 1927
Verbleib 3. März 1940 selbstversenkt
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
97,53 m (Lpp)
Breite 14,28 m
Vermessung 3.359 BRT
 
Besatzung 52
Maschinenanlage
Maschine 1 × Verbunddampfmaschine
Maschinen-
leistung
2.200 PS (1.618 kW)
Höchst-
geschwindigkeit
12,5 kn (23 km/h)
Propeller 1
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 3.410 tdw
Zugelassene Passagierzahl bis 48

Anfang März 1940 versuchte die Arucas von Vigo in die Heimat durchzubrechen. Östlich von Island wurde sie von dem Schweren KreuzerYork gestellt und versenkte sich darauf selbst auf 63° 58′ 0″ N, 14° 43′ 0″ W63.966666666667-14.716666666667.

. . . Arucas (Schiff) . . .

Bis 1927 waren die Kanarischen Inseln kein Ziel der Liniendienste des NDL. Nur die deutschen Afrikalinien hatten schon seit 1894 Las Palmas und später auch Teneriffa in ihre Liniendienste einbezogen. Im Frühjahr 1924 und 1925 hatte die Stinnes-Reederei mit der General San Martin auf Kreuzfahrten Teneriffa angelaufen.[1] Der NDL hatte auch 1925 mit der München und 1926 mit der Stuttgart eine Winter-Kreuzfahrt nach Madeira und zu den kanarischen Inseln angeboten,[2] denen weitere bis zum 7. Januar 1928 folgten. Da steuerte die ehemalige Prinzess Irene auf einer ihrer letzten Fahrten unter ihrem ersten Nachkriegsnamen Bremen und auf ihrer ersten Kreuzfahrt die Kanaren an.[3] Der neugeplante Dienst sollte mit Abfahrten im 14-Tage-Rhythmus Touristen zu den Inseln transportieren, die dort Aufenthalte von einer oder mehreren Wochen buchten. Dazu sollten auf den Hinfahrten Stückgüter zu den Inseln transportiert werden, um auf der Rückfahrt Südfrüchte nach Hamburg zu transportieren.[3] Sie waren der erste Nachkriegsneubau von Fruchtschiffen in Deutschland.[4]

Für diesen neuen Dienst bestellte die Reederei zwei neue Dampfschiffe. Die relativ kleinen zweimastigen Dampfer erhielten ein großes Deckshaus mit einer Passagiereinrichtung für bis zu 48 Fahrgäste I. Klasse. Auftragnehmer für die Neubauten waren die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG) und die Germaniawerft in Kiel. Die beiden etwas über 3.300 BRT großen Dampfschiffe wurden im August 1927 abgeliefert. Nach Kludas sollen beide neuen Schiffe bei der Taufe den Namen Orotava nach dem Orotava-Tal auf Teneriffa erhalten haben.[5][6] Erst wenige Tage vor der Ablieferung sei der Neubau der FSG dann umbenannt worden. Benannt war das Schiff nach der Stadt Arucas auf Gran Canaria; erstmals führte ein Schiff des NDL diesen Namen.

Die unter der Baunummer 406 bei der FSG entstandene Arucas lief am 2. Juni 1927 vom Stapel und wurde am 3. August 1927 als erstes der Schwesterschiffe an den NDL abgeliefert. Sie war mit einer Länge von 97,53 m registriert und war 14,28 m breit. Angetrieben wurde sie von einer bei der Bauwerft entstandenen Dreifach-Expansionsmaschine von 2.200 PSi, die dem Schiff über eine Schraube eine Geschwindigkeit von 12,5 Knoten (kn) gab.[6] Die Arucas war mit 3.359 BRT vermessen und hatte eine Tragfähigkeit von 3.410 tdw. Neben Schiff und Ladung hatten die 52 Besatzungsangehörigen auch noch bis zu 48 Fahrgäste zu betreuen.

. . . Arucas (Schiff) . . .

Dieser Artikel stammt von der Website Wikipedia. Der Originalartikel kann etwas gekürzt oder modifiziert sein. Einige Links wurden möglicherweise geändert. Der Text ist lizenziert unter “Creative Commons – Attribution – Sharealike” [1] und ein Teil des Textes kann auch unter den Bedingungen der “GNU Free Documentation License” [2] lizenziert werden. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie unseren rechtlichen Seiten zu . Weblinks: [1] [2]

. . . Arucas (Schiff) . . .

Previous post Robert Neild
Next post Freitreppe