Mandelholz

Mandelholz (niederdeutsch Mangelholt) ist ein Weiler[1] des Ortsteils Elend in der Stadt Oberharz am Brocken im Harz.

Mandelholz

51.74357610.724493

Postleitzahl: 38875
Vorwahl: 039455

Karte
Lage von Mandelholz in Oberharz am Brocken
Hotel Grüne Tanne, 2020
westlicher Teil des Hotels

. . . Mandelholz . . .

Mandelholz liegt zwischen Königshütte und Elend am Zusammenfluss der Wormke mit der Kalten Bode. Durch Mandelholz führt die Bundesstraße 27. Zu Mandelholz zählen heute zum einen das Hotel Grüne Tanne Mandelholz und das 200 Meter östlich liegenden Basthaus.

Die benachbarte Mandelholztalsperre ist ebenso wie der ehemalige StauseeMandelhölzer Teich nach dem Weiler benannt.

Eine erste urkundliche Erwähnung als Mangelholt ist aus dem Jahr 1482 überliefert. Als spätere Schreibweise bestand Mangelholtz (1732). Der Name soll sich von Mantel, als Bezeichnung für Fichte, ableiten und dürfte ein Hinweis auf einen größeren Fichtenbestand in diesem Bereich zu einer Zeit sein, als ansonsten Mischwald vorherrschte.

Für 1575 ist das Bestehen einer Sägemühle für Mandelholz belegt. Von etwa 1600 bis 1865 bestand mit Unterbrechungen im Ort die Eisenhütte Mandelholzer Hütte. Ihr Standort befand sich auf dem heutigen Parkplatz des Hotels Zur grünen Tanne. Für einen Zeitraum von 50 Jahren wurde auch eine Ziegelbrennerei betrieben. Diese gewerblichen Ansiedlungen und die außerdem betriebene Landwirtschaft führten in der Zeit zwischen 1678 und 1856 zu einer durchschnittlichen Einwohnerzahl von 43 Menschen. Am 7. Mai 1857 wurde der Bereich von Mandelholz der Gemeinde Elend zugeordnet, zuvor bestand eine Zugehörigkeit zu einer der Gemeinden, die heute den Ort Königshütte bilden. Mandelholz gehörte im Königreich Hannover zum Amt Elbingerode.[2]

Im Jahr 1872 wurden die alten Hüttenanlagen abgerissen. Stehen blieb ein in Fachwerkbauweise errichtetes ehemaliges Wohnhaus für die Arbeiter sowie Ställe und Schuppen. Das langgestreckte Wohnhaus verfügte auf Vor- und Rückseite jeweils über drei Eingänge. Markant war ein im Dachgeschoss befindlicher Erker. 1890 war die Einwohnerzahl trotz des Abrisses auf 48 angestiegen. Das Arbeiterwohnhaus wurde auch als Arbeiterkolonie Mandelholz bezeichnet und gehörte weiterhin dem königlichen Hüttenfiskus. Es war häufig durch Hochwasser der nahe verlaufenden Kalten Bode bedroht. Befürchtet wurde insbesondere, dass der sich kontinuierlich verändernde Lauf der Kalten Bode, in der Zukunft direkt das Gebäude betreffen könnte. Wohl in den 1910er Jahren erfolgten Maßnahmen zur lokalen Veränderung des Flusslaufes, um den Gefahren durch die Kalte Bode zu begegnen.

Im Zuge des Baus der Mandelholztalsperre wurde die Arbeiterkolonie Mandelholz jedoch 1956/57 abgerissen.

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