Forges et fonderies A. Dalifol

Forges et fonderies A. Dalifol, später M. Dalifol & Cie. war ein französisches Unternehmen zur industriellen Metallbearbeitung und -gießerei. Sein Name wird mehrfach im Zusammenhang mit bedeutenden Erfindungen um frühe Motorfahrzeuge genannt.

Forges et fonderies A. Dalifol
M. Dalifol & Cie.
Rechtsform
Gründung 19. Jahrhundert
Auflösung 20. Jahrhundert
Sitz Paris, Frankreich
Leitung
  • A. Dalifol
  • M. Dalifol
Branche Metallbearbeitung, Produkte aus Schmiedeeisen, Eisengießerei, Kraftfahrzeuge

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Das Unternehmen hatte seinen Sitz in Paris.[1] Es scheint überwiegend industrielle Schmiedearbeiten durchgeführt zu haben und unterhielt eine Gießerei “nach amerikanischem Vorbild”. Das genaue Gründungsjahr ist nicht bekannt, aber es lag im 19. Jahrhundert. 1876 baute Dalifol in Zusammenarbeit mit Amédée Bollée père (1844–1917) eine sehr innovative, dampfgetriebene Straßenbahn. 1888 verstarb der Firmeninhaber, und sein erst 21-jähriger Sohn übernahm die Geschäftsleitung.[2] In den 1890er Jahren firmierte das Unternehmen als M. Dalifol & Cie.[3] und experimentierte mit Automobilen und Dampf-Motorrädern, letztere wohl nach einer deutschen Lizenz von Heinrich und Wolfgang Hildebrand (1855–1928).[4] Der Markenname lautete Dalifol. Es ist nicht bekannt, wann das Unternehmen aufgelöst wurde.

Dalifol-Straßenbahn (1876).

1875 lernte A. Dalifol Amédée Bollée père kennen, einen Glockengießer und Konstrukteur von Dampfwagen. Kurz zuvor hatte Bollée in Paris beträchtliches Aufsehen erregt, als er mit seinem Dampfwagen von seiner Heimatstadt Le Mans in die Hauptstadt gefahren war. Es kam zu einer geschäftlichen Zusammenarbeit, und Dalifol baute nach Bollées Entwürfen eine dampfgetriebene Straßenbahn mit 50 Sitzplätzen für die Compagnie des Omnibus de Paris. Der Dalifol-Schienenbus wurde 1876 fertiggestellt. Er hatte einen stehenden Dampfkessel vorn und war doppelstöckig ausgelegt. Die Fahrzeugtechnik war sehr innovativ, und das zweiachsige Tram nahm mehrere sehr moderne Lösungen vorweg: Es hatte Allradantrieb mittels einer an jedem Rad angebrachten Dampfmaschine, Allradlenkung, eine Kraftübertragung mit Kardanwellen und Einzelradaufhängung mittels Teleskoprohren rundum. Das Fahrzeug konnte sogar kurze Strecken ohne Schienen fahren, etwa, um Hindernissen auszuweichen, und führte dazu eine Vorrichtung zum Aus- und Eingleisen mit. Trotz vielversprechenden Probefahrten kam es nicht zu einem Serienbau.[2][5]

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