Dorfkirche Glienick

Die evangelische Dorfkirche Glienick ist eine Saalkirche in Glienick, einem Ortsteil der Stadt Zossen im Landkreis Teltow-Fläming in Brandenburg. Sie gehört zum Pfarrsprengel Christinendorf-Glienick des Evangelischen Kirchenkreises Zossen-Fläming der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Dorfkirche Glienick

. . . Dorfkirche Glienick . . .

Die Kirche steht mittig im westlichen Bereich der Dorfaue, die sich ellipsenförmig in Nord-Süd-Richtung durch den Ort zieht. In dessen Zentrum ist ein kleiner Teich. Nördlich des Bauwerks steht das Pfarrhaus. Beide Gebäude sind, wie auch der umliegende Friedhof mit einer Mauer aus unbehauenen und nicht lagig geschichteten Feldsteinen errichtet, dessen Zwischenräume mit Mauersplitt und Granitsplittern verfüllt sind.

Historische Ansicht von 1910

Über die Baugeschichte ist bislang nicht viel bekannt. Im Dehio-Handbuch wird von einem spätmittelalterlichen Bauwerk gesprochen, womit die Zeit von der Mitte des 13. bis zum Ende des 15. oder Anfang des 16. Jahrhunderts bezeichnet wird. Die Stadt Zossen gibt auf einer Informationstafel im Ort den Zeitraum von 1400 bis 1500 als Entstehung an.[1] Eine Tafel vor der Kirche verweist auf Untersuchungen des Baugrundes, die auf eine Errichtung im 13. Jahrhundert schließen lassen. Möglicherweise handelt es sich dabei aber auch um einen Vorgängerbau, der im Dreißigjährigen Krieg zerstört wurde, bzw. auf dessen Fundament ein neuer Bau entstand. Sicher ist, dass die Kirchengemeinde im Jahr 1730 die Ostwand erneuern musste, nachdem 1728 bei einem Gewitter der Ostgiebel einstürzte. 1751 erhielt der Westturm eine Turmuhr. Zehn Jahre später zeigten sich erneut Bauschäden, die eine Reparatur an der Kirche erforderlich machten. Der Turm, der zuvor vermutlich aus Feldsteinen errichtet wurde, erhielt einen Glattputz. 1782 mussten Handwerker erneut Reparaturen am Turm ausführen. Diese sind ebenfalls nicht von Dauer, so dass 1803 der Turm bis auf das Fundament zurückgebaut und anschließend dreigeschossig ausbaut wurde. Im Jahr 1903 erhielt das Kirchenschiff ein hölzernes Tonnengewölbe sowie ein Jahr später eine Orgel der Gebrüder Dinse aus Berlin.

In den Jahren 1907 bis 1908 erfolgte für 8322 Goldmark eine Generalsanierung des Bauwerks. Dabei fanden Arbeiter auf dem Dachboden eine Fünte aus dem Jahr 1570 und stellten sie in der Kirche auf. Vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges hingen im Turm drei Glocken. Die Kirchengemeinde musste die kleinste Glocke – aus dem Jahr 1599 – im Zuge einer Metallspende des deutschen Volkes abgeben; sie ging verloren. Aus dem Jahr 1949 ist ein Briefwechsel überliefert, dem zufolge die Turmuhr nicht mehr reparabel war und ausgebaut wurde. Von 1972 bis 1976 erfolgte eine erneute Instandsetzung des Sakralbaus. 2011 wurde der Putz saniert und die Kirche erhielt einen neuen Anstrich.

. . . Dorfkirche Glienick . . .

Dieser Artikel stammt von der Website Wikipedia. Der Originalartikel kann etwas gekürzt oder modifiziert sein. Einige Links wurden möglicherweise geändert. Der Text ist lizenziert unter “Creative Commons – Attribution – Sharealike” [1] und ein Teil des Textes kann auch unter den Bedingungen der “GNU Free Documentation License” [2] lizenziert werden. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie unseren rechtlichen Seiten zu . Weblinks: [1] [2]

. . . Dorfkirche Glienick . . .

Previous post Palermo (Provinz)
Next post Yadegar Asisi