Hohenfelde (Schwedt/Oder)

Hohenfelde ist ein Dorf im Nordosten Deutschlands und gehört zur Stadt Schwedt/Oder im Landkreis Uckermark in Brandenburg.

Hohenfelde (Brandenburg)
Hohenfelde
Lage von Hohenfelde in Brandenburg

. . . Hohenfelde (Schwedt/Oder) . . .

Das Dorf mit 228 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2006) auf einer Gemarkungsfläche von ca. 17 km² liegt am Rand einer Hochfläche nahe der Endmoräne, die sich nördlich der Welse entlangzieht und mit Höhen von 40 bis 50 Metern über dem Welsebruch ein markantes Relief bildet (Müllerberge). Auf diesem hier nach Südosten abfallenden Gelände wurde noch bis in das 19. Jahrhundert hinein Wein angebaut.

Hohenfelde wurde 1564 erstmals in einem Brief des Kurfürsten Joachim an Maria von Honstein-Vierraden, geb. Gräfin zu Regenstein, urkundlich erwähnt. Von einem Dorf ist dabei noch nicht die Rede, sondern nur von einer Schäferei und einem Ackerhof des Hauses Vierraden auf dem „hohen Felde“.

Im Jahr 1602 gab es bereits „uf dem hohen Felde“ ein Vorwerk und die schon erwähnte Schäferei. Von einem Landreiter wurde 1608 überliefert, dass da selbst nur vier Kossäten angesessen seien, jedoch ein Vorwerk nebst Schäferei bestehe, welches dem Grafen zu Schwedt gehöre. Weiteren Berichten zufolge ließ Graf Martin von Hohnstein (1524–1609), Herrenmeister des Johanniterordens und letzter männlicher Vertreter des Geschlechts der Hohensteiner, die vier Kossätenhöfe bauen, um Arbeitskräfte für das auf 248 Morgen vergrößerte Vorwerk zu gewinnen. Die nächsten Höfe entstanden in unmittelbarer Nähe der alten Dorfeiche, wo sich noch heute die Höfe der vier alteingesessenen Bauern befinden. So entstand allmählich das Dorf Hohenfelde.

Der Dreißigjährige Krieg brachte für die Dorfbewohner großes Elend; viele wurden Opfer von Hunger und Seuchen. Ein Bericht aus dem Jahr 1653 nannte vier wüste Kossätenhöfe. 1696 waren diese vier Kossätenhöfe wieder bewohnt und das Dorf begann sich langsam von den Verwüstungen zu erholen.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts erlebte Hohenfelde eine rasante Entwicklung, die auf einen hohen Bedarf an Arbeitskräften zurückzuführen war. Für diese Zeit liegen folgende Daten vor:

  • 4 Kossätenhöfe
  • 7 Büdner* 12 Wohnhäuser
  • 69 Einwohner
  • 12 Feuerstellen[1]

1775 erwarb Markgraf Friedrich Wilhelm von Brandenburg-Schwedt den Ort. Hohenfelde gehörte von 1817 bis 1939 zum Kreis Randow der preußischen Provinz Pommern. Mit der Auflösung des Kreises Randow 1939 kam es zum Landkreis Greifenhagen. Die nördliche Gemarkungsgrenze Hohenfeldes war lange Zeit die Grenze zwischen Pommern und Brandenburg-Preußen.

Von 1950 bis 1993 war Hohenfelde eine Gemeinde des Kreises Angermünde im Bezirk Frankfurt (Oder). Seit dem 26. Oktober 2003 gehört der Ort zur Stadt Schwedt/Oder.[2] und ist seitdem deren nördlichster Stadtteil. Zu Hohenfelde gehört auch der Wohnplatz Teerofenbrücke.

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