Masada

Masada (gelegentlich auch Massada, hebr. „Mezadá“ מצדה, „Festung“) ist eine der bekanntesten archäologischen Stätten Israels. Die ehemalige Festung des Herodes liegt auf einem isolierten Bergplateau oberhalb des Toten Meeres, sie ist Nationalsymbol und einer der am häufigsten besuchten israelischen Nationalparks.

Der Tafelberg von Masada aus Richtung Osten
Masada, Massada
Bezirk Südbezirk
Einwohner unbekannt
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Höhe 43
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Tourist-Info Tel (0)8-6584207 8
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Lage
Lagekarte von Israel
Masada

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Herodes-Palast auf der Felsenfestung Masada

Die Felsenfestung Masada liegt im Norden der Wüste Negev, nach anderer Auffassung bereits in den Bergen der Judäischen Wüste. Jährlich besuchen über 800.000 Menschen diesen Tafelberg, der bereits den Hasmonäern als Fluchtburg gedient hatte. Ausgebaut wurde sie zwischen 40 v. Chr. bis 30 v. Chr. von Herodes dem Großen zu einem prächtigen Palast. Nach dessen Tod war Masada einige Jahre römische Garnison. Beim jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzung gelang einer Gruppe von Zeloten in einem Überraschungscoup die Einnahme und diente dann bis zu ihrem gemeinsamen Freitod im Jahr 73 n. Chr. als letzter Rückzugsort. Danach war die Festung längere Zeit verlassen. Vom 5. bis 7. Jahrhundert diente das Felsplateau von Masada byzantinischen Mönchen als kleine Klosteranlage. Irgendwann geriet der Ort in Vergessenheit, bis er schließlich 1838 von einem Engländer wiederentdeckt wurde.

Die Bedeutung von Masada für Israel wird verständlich aus der von dem jüdischen Historiker Flavius Josephus überlieferten Freiheitskampf der Zeloten gegen die Römer. Eine kleine Zahl von 973 jüdischen Zeloten konnte sich hier drei Jahre lang erfolgreich gegen eine zahlenmäßig gewaltige Übermacht behaupten. Als es den Römern endlich gelungen war, eine Bresche in die Mauer Masadas zu schlagen, beschlossen die Rebellen, lieber gemeinsam zu sterben als in die Knechtschaft der Römer zu gelangen. Nach der Gründung des Staates Israel war es einige Jahre lang üblich, Rekruten nach ihrer Grundausbildung hier zu vereidigen.

Heute noch dient vielen gläubigen Juden die Synagoge auf Masada als Stätte für die Zeremonien der Religionsmündigkeit Bar Mitzwa. Seit dem Jahr 2001 zählt die Festung Masada zum Weltkulturerbe der UNESCO

Der Zugang zu Masada ist ganzjährig möglich. Von April bis September ist die Anlage geöffnet von 8 – 17 Uhr, von Oktober bis März von 8 – 16 Uhr, freitags schließt die Anlage jeweils eine Stunde früher.

Östlich von Masada befindet sich ein kleiner Flugplatz, der jedoch nicht im regulären Flugverkehr bedient wird. In der Regel wird man über den Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv anreisen; von dort gelangt man mit dem Mietwagen oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln via Jerusalem nach Masada.

Das Tote Meer ist nicht an das Bahnnetz angeschlossen; allerdings verkehren einige Buslinien entlang des Westufers mit Halt in Masada.

Die Buslinien, die von Jerusalem im Norden entlang des Toten Meeres weiter nach Süden verkehren (z.B. nach Neve Zohar oder Eilat), halten auch in Masada. Es gibt zudem einzelne Verbindungen nach Arad und Be’er Scheva (Beerscheba).

Blick von Masada nach Westen mit der von den Römern aufgeschütteten Rampe

Masada erreicht man auf zwei Wegen:

  • Will man zur Ostseite, führt der Weg (nur) über die Straße 90, die auf der rechten Jordanseite Israel und das Westjordanland komplett von Kirjat Schmona im Norden bis nach Eilat im Süd durchquert. Wichtige Zubringer zu dieser Straße sind die Straße 1 von Jerusalem, die bei Jericho kreuzt und die Straße 31 von Arad, die nördlich von Be’er Scheva beginnt. Das Stichsträßchen, das von der Straße 90 zum Nationalpark führt, zweigt 18 km südlich von En Gedi nach Westen ab. Nach wenigen hundert Metern erreicht man einen großen Parkplatz. Es gibt auch ein zweigeschossiges Parkhaus, über dem die Talstation der Masada-Seilbahn liegt.
  • Von Arad kommend führt mit der Straße 3199 ein weiteres Stichsträßchen nach Masada (insgesamt ca. 20 km von Arad). Wenn man auf dieser Route mit ihren beeindruckenden Wüstenpanoramen anreist, gelangt man zur Westseite von Masada und kann hier (nur) über die römische Rampe zum Gipfelplateau aufsteigen. Auf dieser Seite des Berges wird auch das Geschehen um Masada in Tonbildschauen dargestellt.

Beachten sollte man, dass es keine direkte Verbindungsstraße für PKWs zwischen der Ost- und der Westseite des Berges gibt. Wenn man also beispielsweise die Seilbahn benutzen will, muss man zwingend über die Straße 90 anreisen. Bei der Benutzung der offiziellen Straßen über Neve Zohar und Arad muss man von der einen Seite des Berges zur anderen einen Weg von fast 70 Kilometern zurücklegen!

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