Andreas Lorck

Andreas Lorck, auch Lorichs, Lorichius, (* um 1530 in Flensburg; † Oktober 1584 in Stockholm) war ein deutscher Diplomat und Abenteurer.

. . . Andreas Lorck . . .

Andreas Lorck stammte aus der Familie Lorck. Er war ein Sohn des Flensburger Stadtvogtes Thomas Lorck († 1531) und dessen Ehefrau Christine, die nach dem 29. April 1542 starb. Ihr Vater war Andreas Brodersen aus Klixbüll. Er hatte mehrere Geschwister, darunter den Kaufmann Balthasar (um 1520–1589), den Maler und Kupferstecher Melchior und die Schwester Anna († 1600), die als vollgeschäftsfähige Kauffrau und ab 1564 als königliche Zolleinnehmerin arbeitete. Andreas Lorck selbst blieb unverheiratet.[1]

Als Jugendlicher diente Lorck im Heer Karls V. Später stand er in französischen Diensten und beteiligte sich 1555 an Feldzügen in Italien und den Niederlanden. Anfang 1558 befand er sich als Gesandter des Königs Henri II. von Frankreich in Lübeck. Hier musste wegen mehrerer Schuldforderungen vor Gericht erscheinen.

Wohl um 1561 trat Lorck in den Dienst des dänischen Königs Friedrich II. Er selbst sagte, dass er erst 1563 gemeinsam mit 30.000 Kämpfern aus der Gascogne nach Dänemark entsandt worden sei, was jedoch sehr unwahrscheinlich ist, da er bereits in diesem Jahr unterschiedliche diplomatische und militärische Aufträge für den dänischen König übernahm.[2] So nahm er schon zu Beginn des 1563 begonnenen Dreikronenkrieges an Friedensverhandlungen in Rostock teil und besuchte als Gesandter Dresden und Braunschweig. Im Februar 1564 wurde er zusammen mit seinen Brüdern Melchior, Caspar und Balthasar von Kaiser Maximilian II. in den Adelsstand erhoben. Bei einem erneuten Aufenthalt in Rostock wurde er im Mai 1564 „ehrenhalber“ immatrikuliert.[3] Danach besuchte er im selben Jahr Pommern. Er selbst berichtete, dass er 1565 mit einer Gesandtschaft des Kaisers nach Schweden gereist sei. Der Korrespondenz mit Friedrich II. von Dänemark ist zu entnehmen, dass ihn der König Ende 1565 in die Gascogne entsandte, wo er Soldaten anwerben sollte.[2]

Im Januar 1566 hielt sich Lorck in Brüssel auf, im April gab er in Kopenhagen einen Brief an den dänischen König auf und bat um Auszahlung seiner Guthaben. Dem König gefiel diese Anfrage und die Absicht, von dem Krieg selbst profitieren zu wollen, offensichtlich nicht, sodass Lorck wenig später offensichtlich die Gunst des Königs verlor. Im Oktober desselben Jahres hielt sich Lorck in Flensburg auf. Von dort schrieb er dem König einen Brief und stellte umfangreich dar, wie man Stockholm belagern und seeseitig einnehmen könne. Die Antwort war offensichtlich nicht befriedigend. Wenig später trat Lorck in schwedische Dienste.[2]

. . . Andreas Lorck . . .

Dieser Artikel stammt von der Website Wikipedia. Der Originalartikel kann etwas gekürzt oder modifiziert sein. Einige Links wurden möglicherweise geändert. Der Text ist lizenziert unter “Creative Commons – Attribution – Sharealike” [1] und ein Teil des Textes kann auch unter den Bedingungen der “GNU Free Documentation License” [2] lizenziert werden. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie unseren rechtlichen Seiten zu . Weblinks: [1] [2]

. . . Andreas Lorck . . .

Previous post Miguel Sánchez-Migallón
Next post Šibtum