Peter Walter (Theologe)

Peter August Walter (* 4. April1950 in Bingen am Rhein; † 21. August2019[1] in Freiburg im Breisgau) war ein römisch-katholischerPriester, Theologe und Dogmatiker.

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Peter Walter studierte nach seinem in Bingen abgelegten Abitur 1968 bis 1976 Philosophie und Katholische Theologie an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Päpstlichen Universität Gregoriana Rom. 1975 empfing er die Priesterweihe. 1980 wurde er in Rom mit einer Arbeit über das Erste Vaticanum zum Dr. theol. promoviert. Von 1980 bis 1984 war er in der Seelsorge des Bistums Mainz tätig. Er war u. a. Kaplan in Seligenstadt und Bischofskaplan des Mainzer Bischofs Hermann Kardinal Volk sowie erster Sekretär des neuen Mainzer Bischofs Karl Lehmann. Von 1984 bis 1990 war Walter als wissenschaftlicher Assistent an der katholisch-theologischen Fakultät der Eberhard Karls Universität Tübingen tätig. 1989 habilitierte er sich über die Schriftauslegung des Erasmus von Rotterdam.

1990 erhielt Peter Walter einen Ruf auf den Lehrstuhl für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Als Ordinarius für Dogmatik zeichnete er hauptverantwortlich für die Herausgabe der dritten Auflage des Lexikon für Theologie und Kirche in den Jahren 1990–2001. Er war zudem Direktor der Arbeitsbereiche Dogmatik und Quellenkunde der Theologie des Mittelalters am Raimundus-Lullus-Institut. 2015 wurde er emeritiert.

Peter Walter war seit 1991 Mitglied des Ökumenischen Arbeitskreises evangelischer und katholischer Theologen. 1993/94 war er Dekan der Theologischen Fakultät der Universität Freiburg und von 2006 bis 2012 Präfekt der Universitätskirche (Freiburg im Breisgau). Von 1994 bis 2015 war er Vertrauensdozent der Studienstiftung des Deutschen Volkes.

Seit 2001 war er Berater der Kommission für Glaubensfragen der Deutschen Bischofskonferenz, seit 2002 Vertreter der römisch-katholischen Theologie in der Kammer für Theologie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und korrespondierendes Mitglied der Reial Acadèmia de Bones Lletres in Barcelona. 2005 wurde er in Mainz zum Präsidenten der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte gewählt (bis 2017) und übernahm den Vorsitz bei dem großen Editionswerk Corpus Catholicorum (Reihe). Von 2015 bis 2019 war er Mitglied des Vorstands der Görres-Gesellschaft.

Seine Forschungsschwerpunkte waren theologische Hermeneutik, Theologiegeschichte des Mittelalters und der Neuzeit sowie Konversionen.

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