Mighty Mouse (Zeichentrick)

Mighty Mouse (deutsch auch Oskar, die Supermaus) ist eine Cartoon– und Zeichentrickfigur, die vom Studio Terrytoons für die Filmfirma 20th Century Fox im Jahr 1942 als gezeichneter und animierter Superheld erschaffen wurde.

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Der Erstentwickler der Figur, Izzy Klein, wollte erst eine Figur namens Superfly in Anlehnung an die erfolgreiche Comicfigur Superman erschaffen, doch Studiochef Paul Terry änderte die Figur in eine Maus um. Für die wöchentlich erscheinenden Cartoons wurde nur sehr wenig Geld zur Verfügung gestellt, was man der Produktionsqualität anmerkt. Terry sagte von sich selbst: „Disney is the Tiffany’s in this business, and I am the Woolworth’s.“ („Disney ist Tiffany‘s im Geschäft, ich bin Woolworth.“) Terry erhoffte sich, mit der Mausfigur den ungleich erfolgreicheren Disney-Studios mit seiner Micky Maus einiges an Einkommen abnehmen zu können. Zu weiteren Figuren der Terrytoons gehörten auch die chaotischen Raben Heckle und Jeckle, Gandy Goose und Dinky Duck.

Mighty Mouse erschien erstmals 1942 in dem Kurzfilm The Mouse of Tomorrow als eine Parodie auf Superman, weshalb er in dem Film auch noch auf den Namen Super Mouse hörte. Diesen Namen musste Terry aber bald ändern, weil schon eine andere Comicfigur so benannt wurde. Super Mouse erschien auch kurz in Geschichten bei Marvel Comics und erhielt da, als erster Entwurf der Figur, den Spitznamen Terry the First. In der ersten Glanzzeit der 3D-Filme in den 1950er-Jahren erschienen auch von Mighty Mouse einige Comics und Filme in 3D.[1]

Wie Superman hatte Mighty Mouse anfangs ein blaues Kostüm mit einem roten Cape an, das sich dann aber in ein gelbes Kostüm mit einem roten Cape änderte. Und wie Superman verfügte er über erstaunliche Fähigkeiten mit Superkraft und Unverwundbarkeit. Er verfügte auch einmal über einen Röntgenblick und konnte in verschiedenen Filmen eine Art Hypnoseblick einsetzen, mit dem er sogar unbelebte Objekte zum Leben erwecken konnte. Beim schnellen Fliegen zog er eine Art Kometenschweif hinter sich her, den er ebenfalls manipulieren konnte.

Gesprochen wurde Mighty Mouse ursprünglich von Roy Halee und später von Tom Morrison.

In den Geschichten ist Mighty Mouse ein furchtloser Kämpfer gegen das Böse (vornehmlich böse Katzen) in seiner Heimatstadt Mouseville, der seinem viel größeren Gegner schon mal mit plötzlicher Wucht von unten ans Kinn fliegt und mit seiner Superkraft damit meilenweit wegschleudert. Mighty Mouse hatte zwei Freundinnen, Pearl Pureheart (in den Cartoons) und Mitzi in den Comics der 1950er- und 1960er-Jahre. Sein Erzfeind ist der Schurkenkater Oil Can Harry, der in den ersten Terrytoons aber noch als Mensch auftrat.

Diese Figuren tauchten in den ersten Cartoonfilmen auf, die das Cliffhangerszenario der Filmserials parodierten. Statt mit einem Cliffhanger zu enden, begann der Film mit einer typischerweise als Cliffhanger eingesetzten Szene, wobei die Hauptdarsteller Mighty Mouse und Pearl Pureheart zur Geschichte oft auch noch sangen. Mighty Mouses Einsatz begann dann meist mit dem Lied Here I come to save the day!. In den 1970er-Jahren machte Andy Kaufman dieses Lied zum Hauptbestandteil eines seiner Sketche.

Mighty Mouse wurde zwar nicht erfolgreicher als Micky Maus, war aber dennoch die erfolgreichste Figur der Terrytoons, dessen Erfolg insbesondere mit der Syndikation der Filme im Fernsehen zunahm. Paul Terry verkaufte 1955 seine Terrytoons-Firma an CBS und von da an liefen die Mighty-Mouse-Filme in der eigenen Sendung The Mighty Mouse Playhouse ab den späten 1950er-Jahren und blieben da für nahezu zwölf Jahre auf Sendung. Bis 1961 wurden nur wenige neue Filme produziert.

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