Walther Zimmerli

Walther Theodor Zimmerli (* 20. Januar1907 in Schiers, Kanton Graubünden, Schweiz; † 4. Dezember1983 in Oberdiessbach, Kanton Bern, Schweiz) war ein Schweizer reformierter Theologe und evangelischer Alttestamentler.

Dieser Artikel handelt von dem Alttestamentler. Zum Philosophen siehe Walther Christoph Zimmerli.

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Zimmerli war ein Sohn von Jakob Zimmerli, Pfarrer und Direktor der evangelischen Lehranstalt in Schiers, und das erste Kind von Lilly Frey, der zweiten Ehefrau seines Vaters, der insgesamt elf Kinder hatte und bereits 1918 starb. Er besuchte das Gymnasium in Schiers, anschliessend studierte er Theologie an den Universitäten Zürich, Berlin und Göttingen. Nach der praktischen Prüfung Ende April 1930 arbeitete er an der Göttinger Theologischen Fakultät als Assistent der Professoren Johannes Hempel und Alfred Rahlfs und wurde im September 1932 zum lic. theol. promoviert.

Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten kehrte er in die Schweiz zurück, wo er im August 1933 Pfarrer in Aarburg, Kanton Aargau, wurde. Aber schon 1935 wurde er von der Universität Zürich zum ausserordentlichen und 1938 zum ordentlichen Professor für Altes Testament, Religionsgeschichte und Orientalische Sprachen berufen. Nach Lehraufträgen in Berlin und Montpellier folgte er 1951 einem Ruf als Ordinarius für Altes Testament an die Universität Georgia Augusta nach Göttingen, wo er von 1964 bis 1966 als Rektor amtierte und bis zu seiner Emeritierung blieb. 1964–65 war er Initiant und Präsident der ersten Europäischen Rektoren-Konferenz in Göttingen.

Im Aktivdienst während des Zweiten Weltkrieges war Zimmerli ab 1940 Feldprediger der Schweizer Armee, ein Amt, das er bis 1951 innehatte. Er leistete über 300 Aktivdiensttage. 1940 gründete er das reformierte Theologenhaus in Zürich und ab 1945 weitere reformierte Studentenhäuser für Studierende aller Fakultäten.

Bei Zimmerli in Zürich wurde 1949 der deutsche Alttestamentler Claus Westermann mit seiner Arbeit Das Loben Gottes in den Psalmen zum theologischen Doktor promoviert.

Zimmerli war Mitglied im wissenschaftlichen Bereich des Europarates, im Board der Weltrektorenkonferenz, im Senat der deutschen Forschungsgemeinschaft, 1970 bis 1978 Präsident der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, Präsident der westdeutschen Akademien der Wissenschaften. Von 1974 bis 1977 war er Präsident der IOSOT.

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