Konya

Konya ist eine Stadt in Zentralanatolien in der Türkei.

Konya
Provinz Konya
Einwohner 2.079.225 (2014)
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Lage
Lagekarte der Türkei
Konya

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Konya war bereits im Chalkolithikum (3.Jt.v.Chr.) besiedelt. Mitte des 2.Jt.v.Chr. beherrschten die Hethiter das Gebiet und um 1.200 v.Chr. von die Seevölker beherrscht. Die erste bedeutende Siedlung geht auf die Phrygier zurück: nach einer phrygischen Sage war Konya die erste Stadt, die nach der Sintflut gegründet wurde. Nach der griechischen Mythologie befahl Zeus dem Prometheus und der Athene nach der deukalischen Flut hier aus Ton menschlichen Formen herzustellen und ihnen mit Hilfe der Winde Leben einzuatmen. Strabo berichtet, daß Perseus eine Säule mit dem Bild der Medusa errichtete. Nach dem Tod von Alexander dem Großen gehörte die Stadt zum Herrschaftsgebiet des DiadochenLysimachos. Konya gehörte dann zum Seleukidenreich und wurde dann von den Königen von Pergamon und ab 133 v.Chr. vom Römischen Reich beherrscht. Die ApostelPaulus und Barnabas besuchten die Stadt mehrere Male auf ihren Missionsreisen (Apostelgschichte 13,51ff.). Die Stadt wurde in byzantinischer Zeit Bischofssitz und wurde im 7., 8. und 9.Jh. von den Arabern geplündert. Nach der Schlacht von Manzikert eroberten die Seldschuken fast ganz Kleinasien. Unter Malik Schah spalteten sich die seldschukischen Herrscher von Kleinasien ab und gründeten das Sultanat der Rum-Seldschuken. Von Ende des 11.Jh. bis Anfang des 14.Jh. warKonya die Hauptstadt des Sultanats der Rum-Seldschuken. Teile der Stadt wurden 1097 vorübergehend von den Kreuzrittern unter Kaiser Friedrich Barbarossa besetzt. In der Hauptstadt des Seldschukenstaates wurden zahlreiche Bauten errichtet, vor allem unter der Herrschaft von Sultan Alaeddin Keykubat im 13.Jh. Die Seldschuken entfalteten eine rege Bautätigkeit. Damals kam auch der Dichter und Mystiker Mevlana Celaleddin Rumi nach Konya und gründete den Mevlevi-Orden und das berühmte Kloster der Tanzenden Derwische. Nach dem Sieg der Mongolen in der Schlacht von Yassı Çemen 1243 gehörte das Gebiet zum Mongolischen Reich. Es von den Ilkhanen beherrscht und 1467 von Sultan Mehmed II. in das Osmanische Reich eingegliedert. Die Stadt Konya wurde im 19.Jh. vorübergehend von dem ägyptischen General und Vizekönig Ibrahim Pascha besetzt. Jedes Jahr wird am 17.Dezember das Fest Seb-i Aruz gefeiert, zur Erinnerung an die Nacht von Rumis “Hochzeitsnacht mit Gott”, d.h. seinem Tod, woran Pilger aus aller Welt teilnehmen.

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