Franz Wauschkuhn

Friedrich-Franz Wauschkuhn (* 10. Juli1945 in Hamburg) ist ein deutscherWirtschaftsjournalist, Finanzhistoriker und Buchautor.

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Die Mutter von Franz Wauschkuhn war Lehrerin und Kauffrau. Sie entstammte einer Reederfamilie aus Bremerhaven. Sein Vater fiel als Major im Januar 1945. Seit seiner Kindheit segelte Wauschkuhn im Hamburger Hafen, auf der Elbe und der Nordsee. Er besuchte das humanistische Gymnasium Christianeum in Hamburg-Othmarschen. Politisch geprägt wurde er vom Freundeskreis seiner Mutter, wo sich rassisch Verfolgte des NS-Regimes und aus dem Exil nach Hamburg rückgekehrte Sozialdemokraten zusammenfanden. Conrad Baasch bearbeitete als Rechtsanwalt und KZ-Überlebender hunderte sogenannter Wiedergutmachungs-Fälle. Er förderte Wauschkuhn in Latein sowie Griechisch und vermittelte ihm geschichtliche Bildung. Wichtigste Lektüre war die „Kulturgeschichte der Neuzeit“ von Egon Friedell. Mit dem Ziel Journalist zu werden, studierte er Volkswirtschaftslehre, Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Universität Hamburg und der Technischen Hochschule Darmstadt. Er promovierte mit summa cum laude in Hamburg. Thema seiner Doktorarbeit war die Frühindustrialisierung in Württemberg.

Hermann Rasch, Topmanager im Hamburger Axel-Springer-Verlag, vermittelte ihm 1970 die Einstellung als Redakteur bei der Tageszeitung Die Welt, wo er seine ersten Wirtschaftsreportagen in der „Geistigen Welt“ (Leitung Günther Zehm) veröffentlichte. Dort lernte er Willy Haas, den Freund von Franz Kafka, und den Historiker Walter Görlitz kennen. Bevor Die Welt von Hamburg nach Bonn umsiedelte, ging Wauschkuhn 1973 für ein Jahr zum Institut der deutschen Wirtschaft (IW) nach Köln. Danach kehrte er als politischer Korrespondent für Nordrhein-Westfalen zurück im die „Welt“-Redaktion. Dort wurde er durch Axel Springers langjährigen Freund/Berater Ernst Cramer und den Chefredakteur Peter Boenisch (BILD, Welt) gefördert.

In Bonn/Düsseldorf pflegte er Verbindungen zu Herbert Wehner, Heinz Kühn, Hans Apel, Detlev Rohwedder und Kurt Biedenkopf. Im Herbst 1978 wechselte er innerhalb des Axel-Springer-Konzerns zum Hamburger Abendblatt als Chef vom Dienst und Chefreporter. Er schrieb Reportagen aus den USA, dem Rhodesien- und Angola-Krieg, der DDR-Wirtschaft, den Werftarbeiterstreiks in Danzig und Besuchen im Kreml. Axel Springer, der Wauschkuhns familiäre Herkunft gut kannte, motivierte ihn immer wieder, das dramatische Leben seiner Mutter aufzuschreiben. Kurz vor dem Tod des Verlegers wechselte er auf Wunsch des NDR-Intendanten Friedrich Wilhelm Räuker in die Wirtschaftsredaktion des NDR-Hörfunks (90,3). Nebenher schrieb er für die Welt, Welt am Sonntag, den Rheinischen Merkur und Publikationen der deutschen Wirtschaftsverbände und des Handwerks. So wurde er unter anderem Ehrenmeister der Handwerkskammer Hamburg.

Nach der Wiedervereinigung bat ihn Detlev Rohwedder, der damalige Präsident der Treuhandanstalt, sein Pressesprecher zu werden. Dazu wurde er vom NDR freigestellt. Für Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt (FDP), arbeitete er ab Herbst 1993 als Pressesprecher. Wauschkuhn kehrte Ende 1995 aufgrund seiner Segelpassion nach Hamburg zum NDR zurück, wo er bis 2005 als Ressortleiter Wirtschaft tätig war. Anschließend war er als Pressesprecher der Norddeutschen Affinerie AG (jetzt Aurubis AG) tätig. Er widmet sich seit 2008 wissenschaftlich der Finanz- und Bankengeschichte. Er ist verheiratet und ist Vater von vier Kindern. Die zweite Tochter wurde von einem Angehörigen der „Black Muslim“-Bewegung ermordet.

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