Auf den Spuren von “Pats Reiseabenteuer”

. . . Auf den Spuren von “Pats Reiseabenteuer” . . .

Pats Reiseabenteuer ist eine Comic-Serie, die von 1967 bis 1991 in der DDR-Jugendzeitschrift „Atze“ im Verlag Junge Welt erschien. Pat ist ein Wandergeselle der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch das Gebiet der ehemaligen DDR wandert. Er verdingt sich immer wieder in Handwerksbetrieben, trifft berühmte Persönlichkeiten und erlebt auf seinen Reisen verschiedene Abenteuer. Die Geschichten bestanden aus Bildern mit mehreren Zeilen Text ohne Sprechblasen. Ab der Atze-Ausgabe Nr. 2/1990 bekamen die Bilder Sprechblasen. Zu jeder Geschichte gehörte ein Gewinnspiel mit der Frage „Was gab es damals noch nicht ?“[1]. Der Zeichner Harry Schlegel versteckte also in den Bildern oder im Text eine Sache, die Anfang des 19. Jahrhunderts noch nicht erfunden war. Das konnte z.B. eine Taschenlampe, eine Konservendose oder auch eine DDR-typische Bezeichnung wie VEB oder HO sein.

Hier trifft Pat auf den Stülpner-Karl.

Sehenswürdigkeiten:

  • Rathaus
  • Messe (altes Messegelände)

Hier arbeitet Pat bei den Salzsiedern.

Pat hilft einem Bauern beim Pflügen, der daraufhin die Braunkohle entdeckt. Der erste Tagebau bei Bitterfeld beginnt.

  • Pat und sein Freund Gottlieb arbeiten zunächst im Straßenbau. Später reißen sie das Felchtaer Tor ab. Die Stadttore wurden im 19. Jahrhundert abgerissen, weil sie den Verkehr behinderten. Heute sind nur noch das innere und äußere Frauentor erhalten. Am 7. April 1251 ereignete sich am Felchtaer Tor ein Überfall nach dem Vorbild von Troja: Einige Fuhrwerke mit Getreidesäcken der Grafen von Honstein und Regenstein erreichten das Tor. Unter den Säcken befanden sich bewaffnete Kriegsleute, die die Torwachen überwältigen und die vor der Stadt lauernden Ritter hereinlassen sollten. Die Wächter bemerkten den Hinterhalt und schlugen Alarm. Die herbeieilenden Bürger überwältigten die Angreifer und die vor der Stadt wartenden Feinde wurden mit Pfeilen beschossen, bis sie die Flucht ergriffen [2]. Die Stadttore sind im Kulturhistorischen Museum erwähnt und an den ehemaligen Standorten sind Gedenksäulen aufgestellt.
  • Die Ledergerberei war ein wichtiger Wirtschaftszweig in Mühlhausen. Die Felle wurden in der Schwemmnotte gewaschen und danach weiterverarbeitet. Das ehemalige Gerberviertel befand sich im Bereich der Straßen Kuttelgasse und Entenbühl. Die Gerberhäuser sind jedoch arg verfallen und sollen saniert werden (Stand 2016). Der letzte noch aktive Gerber ist Jürgen Stölcker. Seine Gerberei kann nach Vereinbarung besichtigt werden.
  • Die Schwemmnotte ist eigentlich der Popperöder Bach, der im 12. Jahrhundert noch Swelmena genannt wurde. 1199 soll die Popperöder Quelle durch ein Erdbeben entstanden sein. Die Quelle wurde 1614 eingefriedet und das Brunnenhaus gebaut. Aus Dankbarkeit an die Quelle, die Mühlhausen mit frischem Wasser versorgt, wird seit 1605 das Brunnenfest gefeiert.
  • Der Kirchturm, der in Atze 4/1979 eine neue Kugel erhält, ist der Turm der Divi-Blasii-Kirche am Untermarkt.
  • Pat trifft auf die Architekten Friedrich August Stüler und Johann August Röbling. Stüler zeigt Pat einen Entwurf der Albertus Universität in Königsberg (Kaliningrad). Das Gebäude wurde im 2. Weltkrieg zerstört. Röbling entwarf die ersten Hängebrücken, die aber in Deutschland nicht gebaut wurden, weil die Bauherren Zweifel an der Stabilität dieser Brücken hatten. Folglich wanderte er nach Amerika aus und baute dort mehrere Brücken. 1865 begann er mit den Planungen für die Brooklyn Bridge, verstarb aber am 22. Juli 1869 an den Folgen eines Unfalls. Sein Sohn Washington August Roebling setzte seine Arbeit fort, erkrankte aber und wurde teilweise gelähmt. Dessen Frau Emily Warren Roebling vollendete das Werk und überquerte als erster Mensch am 24. Mai 1883 die Brücke. Stüler und Röbling sind in der Historischen Wehranlage erwähnt. Nach Stüler wurde eine Straße in Mühlhausen benannt. Zu Ehren von Röbling wurde an seinem Geburtshaus in der Röblingstraße eine Gedenktafel angebracht. Außerdem steht das Röbling-Denkmal auf dem Untermarkt.
  • Stadtmauer mit dem inneren Frauentor
  • Das äußere Frauentor
  • Die Popperöder Quelle mit dem Brunnenhaus
  • Die Blasiikirche
  • Albertus Universität in Königsberg um 1862
  • Die Brooklyn Bridge um 1877

. . . Auf den Spuren von “Pats Reiseabenteuer” . . .

Dieser Artikel stammt von der Website Wikivoyage. Der Originalartikel kann etwas gekürzt oder modifiziert sein. Einige Links wurden möglicherweise geändert. Der Text ist lizenziert unter “Creative Commons – Attribution – Sharealike” [1] und ein Teil des Textes kann auch unter den Bedingungen der “GNU Free Documentation License” [2] lizenziert werden. Für die Mediendateien können zusätzliche Bedingungen gelten. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie unseren rechtlichen Seiten zu . Weblinks: [1] [2]

. . . Auf den Spuren von “Pats Reiseabenteuer” . . .

Previous post Marciana Alta
Next post Dr.-Leo-Löwenstein-Kaserne