McLaren MP4/8

Der McLaren MP4/8 ist ein Formel-1-Rennwagen des Teams McLaren, der in der WM-Saison 1993 eingesetzt wurde.

McLaren MP4/8
McLaren MP4/8 von Ayrton Senna

McLaren MP4/8 von Ayrton Senna

Konstrukteur: Vereinigtes Konigreich McLaren
Designer: Neil Oatley
Henri Durand
Vorgänger: McLaren MP4/7
Nachfolger: McLaren MP4/9
Technische Spezifikationen
Chassis: Sandwich-Wabenkern-Bauweise
Motor: Ford Cosworth HBE 75º V8-Motor, 3497 cm³, 4 Ventile pro Zylinder, DOHC, 700 PS (522 kW) bei 13.200/min
Radaufhängung vorn: Doppelquerlenkerachse mit innenliegenden Federn und Stoßdämpfern, betätigt über Schubstangen
Radaufhängung hinten: Doppelquerlenkerachse mit innenliegenden Federn und Stoßdämpfern, betätigt über Schubstangen
Länge: 4260 mm
Breite: 2000 mm
Höhe: 950 mm
Radstand: 2902 mm
Gewicht: 505 kg
Reifen: Goodyear
Benzin: Shell
Statistik
Fahrer: Vereinigte Staaten Michael Andretti
Finnland Mika Häkkinen
Brasilien Ayrton Senna
Erster Start: Großer Preis von Südafrika 1993
Letzter Start: Großer Preis von Australien 1993
Starts Siege Poles SR
16 5 1 1
WM-Punkte: 84
Podestplätze: 9
Führungsrunden:
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Ayrton Senna im MP4/8 beim GP von Großbritannien 1993
Michael Andretti im MP4/8 beim GP von Großbritannien 1993

Der von Neil Oatley und Henri Durand entwickelte Wagen wurde von Ayrton Senna, Michael Andretti und Mika Häkkinen, der Andretti nach 13 Rennen ablöste, gefahren. Sie gewannen mit dem MP4/8 fünf Grand Prix und holten eine Pole-Position. Senna wurde hinter Alain Prost (Williams) Vize-Weltmeister, McLaren hinter Williams Zweiter der Konstrukteurswertung.

McLaren MP4/8 von Ayrton Senna in der Donington Grand Prix Collection, 2009

Angetrieben wurde der MP4/8 von einem V8-Motor von Ford Cosworth der Baureihe HB. Der längs eingebaute SaugerMittelmotor mit 75° Zylinderbankwinkel hatte 3497 cm³ Hubraum. Da Cosworths Vorzugskunde Benetton eine Belieferung des Konkurrenten mit aktuellen HB-VII-Motoren ablehnte, hatte McLaren zu Saisonbeginn lediglich HB-V-Motoren zur Verfügung, die sich auf dem Stand von 1991 befanden und im Ausgangspunkt etwa 40 PS schwächer waren als Benettons HB VII. Allerdings entwickelte McLaren die Elektronik der HB-Motoren zusammen mit dem Technikpartner TAG eigenverantwortlich weiter, sodass sich der Leistungsunterschied reduzierte. Anders als bei den übrigen HB-Kundenmotoren erfolgte die Wartung der McLaren-HBs nicht bei Grand Prix Engines Services, dessen Inhaber Tom Walkinshaw zu dieser Zeit auch technischer Leiter bei Benetton war. Um mögliche Interessenkollisionen auszuschließen, übernahm Cosworth die Wartung der McLaren-Motoren selbst. Ab dem Großen Preis von Großbritannien erhielt dann auch McLaren die HB-VII-Motoren. Beim Großen Preis von Deutschland 1993 debütierte schließlich der HB VIII. McLaren hatte bereits im Freitagstraining Zugriff auf ihn, Benetton erst im Samstagstraining. Allerdings hatte auch dieser Motor deutliche Leistungsdefizite gegenüber den Renault-Triebwerken der Williams. Die Kraftübertragung übernahm ein quer eingebautes 6-Gang-Getriebe von McLaren mit halbautomatischer Schaltung. Das Monocoque aus CFK war in Sandwich-Wabenkern-Bauweise ausgeführt. Der Wagen war mit einer aktiven Aufhängung ausgestattet.

Gegen Ende der Saison wurde der MP4/8 als Versuchsträger für den für die folgende Saison vorgesehenen Lamborghini-Motor verwendet. Das Team entschied sich dann jedoch kurzfristig für Peugeot als neuen Motorenlieferanten.

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