Hoher Rosshuf

Der Hohe Rosshuf (3199 m s.l.m., italienisch Piè di Cavallo) ist ein Gipfel im Westen der Venedigergruppe und liegt an der österreichischitalienischen Grenze zwischen Ost- und Südtirol. Der Gipfel befindet sich im Rosshufkamm, der am Südwestgrat der Dreiherrnspitze (3499 m s.l.m.) beginnt und für den er namensgebend ist. In diesem Kamm befinden sich in unmittelbarer Nähe des Hohen Rosshufs mit Westlichem (3144 m s.l.m.), Mittlerem (3180 m s.l.m.) und Östlichem Rosshuf (3171 m s.l.m.) weitere Gipfelpunkte[1], wobei die ersten beiden westlich des Hohen Rosshufs liegen, letzterer nordöstlich. Die Bergflanken auf Osttiroler Seite sind Teil des Nationalparks Hohe Tauern, die Südtiroler Anteile am Berg im Naturpark Rieserferner-Ahrn unter Schutz gestellt.

Hoher Rosshuf
Hoher Rosshuf von Südwesten, links der Mittlere Rosshuf

Hoher Rosshuf von Südwesten, links der Mittlere Rosshuf

Höhe 3199 m s.l.m.
Lage Tirol, Österreich und Südtirol, Italien
Gebirge Venedigergruppe
Dominanz 1 km Althausschneidespitze
Schartenhöhe 103 m Leipziger Schartl
Koordinaten 47° 3′ 33″ N, 12° 12′ 58″ O47.05929212.2160753199
Hoher Rosshuf (Tirol)
Erstbesteigung 1854 durch A. Berger und Messgehilfen aus dem Virgental
Normalweg Vom Hinteren Umbaltörl über Südgrat und Südostflanke

Die Erstbesteigung des Hohen Rosshufs erfolgte im Jahr 1854 durch A. Berger und Messgehilfen aus dem Virgental, wobei man meinte, auf der Dreiherrnspitze zu sein.[1][2] Für den entlegenen und schwer zugänglichen Westlichen Rosshuf gelang die Erstbesteigung am 20. Juli 1904 E. Franzlin über den Westgrat.[1]

. . . Hoher Rosshuf . . .

Der Rosshufkamm verläuft von der Dreiherrnspitze zum Hohen Rosshuf über etwas mehr als zwei Kilometer in südwestlicher Richtung, wobei mehrere Gipfelpunkte den Hohen Rosshuf an Höhe übertreffen, zum Beispiel der Althausschneidturm mit 3275 m. Am Hohen Rosshuf biegt der Rosshufkamm in westliche Richtung ab, zudem zweigt in Richtung Süden mit dem Umbalkamm ein weiterer Seitenkamm ab. In letzterem, zur Rötspitze (3495 m) ziehenden Kamm, ragt als nächster Gipfel der Ahrner Kopf (3050 m) auf, durch das Hintere Umbaltörl (2849 m) getrennt. Nördlich des Rosshufkamms befindet sich das Lahnerkees mit seinen Seitengletschern, südöstlich liegt das Althauskees, das den nordwestlichen Teil des Umbalkees darstellt.

Der einfachste Anstieg erfolgt vom Hinteren Umbaltörl (2849 m) über Teile des Südgrats und der Südostflanke. Das Hintere Umbaltörl kann von Südtiroler Seite von der Lenkjöchlhütte erreicht werden[3] oder von Osttirol von der Clarahütte über das Vordere Umbaltörl.[4] Die Route vom Hinteren Umbaltörl führt zunächst in nördlicher Richtung, entweder auf dem Grat oder in der Flanke östlich davon. Weiter oberhalb, am flachen Abschnitt des Gratverlaufs, ist es vorteilhaft, den plattigen Gratabschnitt in der östlichen Flanke auf dem oberen Teil des Althauskees zu umgehen, allerdings kann hierfür Eisausrüstung erforderlich sein. Der weitere Anstieg erfolgt anschließend am einfachsten über den Blockhang südöstlich des Gipfels. Auf der Route vom Umbaltörl sind leichte Kletterstellen zu bewältigen (Kletterschwierigkeiten bis UIAA I)[3], aber bereits der Zustieg zum Hinteren Umbaltörl weist eine kurze Kletterstelle auf (UIAA II), die versichert ist. Von der Lenkjöchlhütte benötigt man für die Gipfelbesteigung etwa 2,5 Stunden,[5] von der Clarahütte sind etwa 4,5 Stunden einzuplanen.[4]

. . . Hoher Rosshuf . . .

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