Stiftung Sammlung Kamm

Die Stiftung Sammlung Kamm ist eine schweizerischeStiftung, die eine Kunstsammlung verwaltet. Sie wurde im Jahr 1998 gegründet und hat das Ziel, das Stiftungsvermögen, bestehend aus Kunstwerken und Dokumenten, im Kunsthaus Zug als Dauerleihgabe zu beheimaten und der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Der Aufbau der einstigen Privatsammlung fand insbesondere in den 1950er und 1960er Jahren statt. Die Stiftung verfügt über die grösste Kollektion von Werkgruppen der Wiener Moderne ausserhalb Österreichs in Europa.[1] Neben Werken der bildenden Kunst liegt ein weiterer Schwerpunkt auf Arbeiten der angewandten Kunst, insbesondere der Wiener Werkstätte. Ebenfalls Teil der Sammlung sind Werkgruppen der wichtigsten Avantgardebewegungen des 20. Jahrhunderts, Arbeiten des französischen Kubismus und des deutschen Expressionismus.

Stiftung Sammlung Kamm
Zweck: Kunstwerke und Dokumente der Sammlung Kamm als Dauerleihgabe dem Kunsthaus Zug bereitzustellen und befristete Leihgaben an Museen im In- und Ausland zu ermöglichen
Vorsitz: Alexander Jolles
Bestehen: seit 1998
Sitz: Zug
Website: www.stiftungsammlungkamm.ch
kein Stifter angegeben

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Der Sammlungsschwerpunkt Wiener Moderne der Stiftung Sammlung Kamm liegt in der Biografie des Ehepaars Kamm begründet. Editha Kamm-Ehrbar (1901–1980) stammte aus Wien, Fritz Kamm (1897–1967) arbeitete ein Jahrzehnt lang in der Stadt. Die Sammlung ist eng mit dem Künstler und Bildhauer Fritz Wotruba verbunden, der in den 1950er und 1960er Jahren massgeblich an ihrem Aufbau beteiligt war.

Das Ehepaar Kamm war zunächst vor allem an Musik, Oper und Theater interessiert. Durch die Bekanntschaft mit dem österreichischen Bildhauer Fritz Wotruba, der sich während des Zweiten Weltkriegs im Schweizer Exil befand, eröffnete sich den Kamms neben den darstellenden Künsten zusätzlich der Zugang zur bildenden Kunst. In die Exilzeit fielen erste Werkankäufe durch Fritz Kamm. Neben Fritz Kamm fanden sich auch weitere Käufer wie etwa der Unternehmer und Kunstsammler Georg Reinhart und der Zürcher Unternehmer Emil Bührle. Durch einen persönlichen Kontakt zum Zuger Bundesrat Philipp Etter erhielt Wotruba einige Privilegien während seines Aufenthaltes. Neben einer Arbeitserlaubnis wurde die Reisebeschränkung aufgehoben und er verfügte über eine beschränkte Bewilligung zum Ausstellen und Verkaufen seiner Werke. Während der Jahre im Exil beteiligte sich Wotruba an zahlreichen Ausstellungen in der Schweiz, unter anderem im Kunstmuseum Winterthur, dem Kunsthaus Zürich, dem Kunstmuseum Basel und der Kunsthalle Bern. Ende 1945 kehrten Marian und Fritz Wotruba nach Wien zurück, wo Fritz Wotruba an die Akademie der Künste in Wien berufen wurde.

1953 erwarb Fritz Kamm auf den Rat Fritz Wotrubas die Galerie Würthle in Wien. Wotruba wurde künstlerischer Leiter der Galerie und hatte diese Position bis 1965 inne. Fritz Kamm trat nicht öffentlich in Erscheinung und liess Wotruba freie Hand. Ein Fokus des Programms der folgenden Jahre lag auf Zeichnungen.[2]

Im Eröffnungsjahr zeigte die Galerie eine Auswahl französischer Werke von Künstlern wie von Villon, Friedländer, Léger und Picasso. Auch Wotruba selbst stellte in der Galerie Würthle aus. 1954 beschloss er das Ausstellungsjahr mit eigenen Werken in Stein, Bronze, mit Aquarellen und Zeichnungen.

Neben Präsentationen von zeitgenössischen Künstlern spielte die Wiener Moderne im Programm eine wichtige Rolle. Werke von Künstlern aus dem Galerieprogramm finden sich in der Stiftung Sammlung Kamm wieder. Ebenfalls in dieser Zeit werden wichtige Arbeiten von Fritz Wotruba für die Sammlung angekauft. Die Verbindung von Wotruba und Fritz Kamm führte zum Grundstock der Stiftung Sammlung Kamm aus den Ausstellungen der Galerie. Wotrubas Bild der Moderne widerspiegelt sich sowohl im Programm der Galerie Würthle als auch in der Stiftung Sammlung Kamm.

1998 wurde von Peter Kamm, Christa Kamm und Christine Kamm-Kyburz die Stiftung Sammlung Kamm mit Sitz in Zug (Schweiz) gegründet. Im Besitz der Stiftung befinden sich heute über 400 Werke, unter anderem von Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Herbert Boeckl, Richard Gerstl, Josef Hoffmann, Otto Wagner, Henri de Toulouse-Lautrec, Fernand Léger, August Macke, Franz Marc und Fritz Wotruba.

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