Orkney-Inseln

Die Orkney-Inseln liegen im Norden von Schottland. Die Inseln werden durch den Pentland Firth vom schottischen Festland getrennt. Obwohl die Insel ungeschützt mitten in der Nordsee liegen, wurden sie schon vor ca. 5.000 Jahren besiedelt. Die Bauwerke der ersten Siedler auf Mainland sind seit 1999 unter dem Namen “Heart of Neolithic Orkney” eine Weltkulturerbestätte.

Lage
Lagekarte des Vereinigten Königreichs
Orkney-Inseln

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Die Orkneys bestehen aus insgesamt 69 Inseln, die aber längst nicht alle bewohnt sind. Neben der Hauptinsel Mainland gibt es folgende bedeutendere Inseln:

  • South Ronaldsay
  • Hoy
  • Rousay
  • Egilsay
  • Shapinsay
  • Stronsay
  • Eday
  • Westray
  • Papa Westray
  • Sanday
  • North Ronaldsay
  • Birsay – kleiner Ort im äußersten Nordwesten Mainlands mit dem Brough of Birsay
  • Kirkwall – Hauptort der Inselgruppe auf Mainland
  • Stromness – Hafenort mit Fährverbindung auf das schottische Festland
  • St Margrete’s Hope (South Ronaldsay) – Mit etwa 550 Einwohnern der drittgrößte Ort der Orkneys, Fährhafen zum Festland
  • Die neolitischen WeltkulturerbestättenSkara Brea, Ring of Brodgar,Stones of Stenness und Maes Howe auf Mainland
  • Scapa Flow, die Bucht inmitten der Orkneys, die in zwei Weltkriegen Schutzhafen der britischen Flotte war. Schauplatz der Sebstversenkung von 74 Schiffen der deutschen Kriegsflotte nach dem Ersten Weltkrieg, deren Kommandeur von Reuter den Friedensvertrag von Versailles nicht akzeptieren wollte. Noch heute liegen einige der Schiffe am Grund der Bucht. Im Zweiten Weltkrieg stand Scapa Flow für ein traumatisches Erlebnis der britischen Flotte, als das vor Anker liegende britische Schlachtschiff HMS Royal Oak von dem unbemerkt in Scapa Flow eingedrungenen deutschen U-Boot U 47 versenkt wurde und 833 Mann Besatzung des Tod fanden. An die Royal Oak wird auf den Orkneys an verschiedenen Orten der Insel erinnert, so hängt die Schiffsglocke heute in der St.-Magnus-Kathedrale in Kirkwall.
  • Churchill Barriers, die künstlich angelegten Barrieren an der Westseite von Scapa Flow, die auf Befehl von Winston Churchill nach der Versenkung der Royal Oak angelegt wurden und heute eine Straßenverbindung über Lamb Holm und Glims Holm nach South Ronaldsay bieten.

Die 67 Inseln des Archipels (16 davon bewohnt) liegen vor der schottischen Nordküste. Geologisch gesehen sind die Inseln eine Fortsetzung der Caithness Lowlands. Das Land ist fruchtbar, es wird Landwirtschaft betrieben. Außerdem werden Milch- und Fleischkühe gehalten. Über den Wiesen und Mooren ragen niedrige Hügel mit abgerundeten Gipfeln auf, nur hinter Stromness sind sie felsiger. An der Westküste Mainlands, rund um Yesnaby, gibt es an der Steilküste Felsnadeln, Höhlen, Felsbögen und enge, steilwandige Spalten. Weiter nördlich gibt es dann Buchten mit Stränden und Sanddünen (z.B. die Bay of Skaill). An den Steilküsten leben Millionen Seevögel, an den flacheren Küsten leben Delfine und Seehunde. Manchmal kann man Wale beobachten.

Die ersten Menschen kamen nach der Eiszeit, wahrscheinlich gab es noch eine Landverbindung zum schottischen Festland. Langsam stieg der Meeresspiegel an, die heutige Außenlinie der Inseln entstand. Diese Siedler hinterließen die großartigen, prähistorischen Monumente, aber keine schriftlichen Aufzeichnungen. Erstaunlicherweise verschwanden die Menschen zwischen 2500 und 700 v. Chr. einfach, wahrscheinlich änderte sich das Klima. Über einen Zeitraum von ca. 2000 Jahren konnten keinerlei Bautätigkeiten nachgewiesen werden.

Um 700 v. Chr., während der Eisenzeit, wurden die Brochs und Souterrains (auch Earth House genannt) errichtet.

Um 780 n. Chr. begannen die Wikinger, sich auf den Inseln niederzulassen. Die Orkneys waren für sie eine fruchtbare und sichere Basis vor der schottischen Küste. Sie hinterließen die “Orkneyinga Saga”.

1469 waren die Orkneys Teil der Mitgift von Prinzessin Margarethe (Tochter des dänischen Königs), die mit König Jakob III. von Schottland verheiratet wurde. Die Inseln wurden das “Earldom Orkney”, eine abgelegene und wenig beachtete Provinz Schottlands.

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