Sega Master System

Das Sega Master System (kurz SMS; jap.

マスターシステム, Masutā Shisutemu) ist eine 8-Bit-Heimvideospielkonsole des japanischen Unternehmens Sega. Es stand in direkter Konkurrenz zum Famicom von Nintendo (in Amerika und Europa als NES vermarktet).

Sega Master System
Hersteller Sega
Typ stationäre Spielkonsole
Veröffentlichung
Japan 20. Oktober 1985
Vereinigte Staaten September 1986
Europa Juni 1987
Hauptprozessor Zilog Z80
Speichermedien Module
Steckkarten (Sega Cards)
Controller Gamepad/Control-Pad
Onlinedienst keiner
Verkaufte Einheiten ca. 13 Millionen
Erfolgreichstes Spiel Alex Kidd in Miracle World
Vorgänger SG-1000
Nachfolger Sega Mega Drive
SEGA Mark III mit Sega Card
Retrogaming auf der Langen Nacht der Computerspiele der HTWK in Leipzig (2012). Ganz links Alex Kidd in Miracle World auf einem Sega Master System.

. . . Sega Master System . . .

Als Nachfolger des SG-1000Mark I und des SG-1000 Mark II wurde im Oktober 1985 das SG-1000 Mark III in Japan vorgestellt. Eine Verbesserung zu seinen Vorgängern stellten die größere Farbpalette, besseres Audio über die separat erhältliche FM-Unit und mehr interner Arbeitsspeicher dar. Im Juni 1986 wurde das System in neuem Design unter dem Namen Sega Master System auch in den USA veröffentlicht, ein Jahr nach dem USA-Start des Nintendo Entertainment Systems (NES). Anfänglich wurden die Spiele auf preisgünstigen Sega Cards ausgeliefert, welche aufgrund der Limitierung auf 32 KBit zugunsten von Cartridges (ab 128 KBit) aufgegeben wurden. Die Konsole kostete zum Verkaufsstart 200 US$. Anschließend wurde sie in anderen Märkten veröffentlicht, in Europa erschien sie 1987 unter ihrem neuen Namen.

Obwohl das Master System dem NES in manchen Bereichen technisch überlegen war, konnte es sich dennoch nicht gegen dieses durchsetzen. Der mäßige Erfolg des Systems wird verschiedenen Ursachen zugeschrieben, hauptsächlich der im Vergleich zum NES geringeren Anzahl erhältlicher Titel. Nintendos gute Beziehungen zu Drittentwicklern dürften ebenfalls nicht unerheblich gewesen sein; das Übereinkommen lief darauf hinaus, dass die Entwickler letztendlich nur Spiele für das NES entwickelten.

Das SMS war in Japan nicht übermäßig erfolgreich, da das Nintendo Famicom, das mit dem japanischen Master System konkurrierte, den japanischen Markt beherrschte. Sowohl Mark III als auch das japanische Master System bieten Unterstützung für SG-1000 Spiele. Ebenso ist der FM-Chip in dem Gerät integriert, welcher beim Vorgänger als Add-on FM Unit erworben werden musste. Weiterhin kann die 3D-Brille direkt an die einem Kopfhöreranschluss ähnelnde Buchse des asiatischen Master Systems angeschlossen werden, ein Adapter für den Kartenslot ist nicht notwendig. Mark III und das japanische Master System benutzen gemeinsam ein anderes Modulformat, welches nicht kompatibel zu amerikanischen/europäischen Konsolen ist. Des Weiteren existieren Prototypen von Discsystem (ähnlich dem Famicom Disk System) und einem Graphic Board.[1] Im Februar 1989 erschien mit Bomber Raid das letzte Spiel für diese Region.

In Nordamerika verkaufte sich das Master System nur sehr langsam. Innerhalb der ersten vier Monate wurden 125.000 Konsolen verkauft. In derselben Zeit gingen rund 2.000.000 NES-Konsolen über die Ladentheke.

Nintendo hatte zu dieser Zeit 90 % des nordamerikanischen Marktes inne. Hayou Nakayama, damaliger CEO von Sega, entschied, keinen zu großen Aufwand auf vom NES dominierten Märkten zu betreiben. 1988 wurden die Master-System-Rechte in Nordamerika an Tonka verkauft, aber seine Popularität nahm weiterhin ab. 1990 hatte Sega Erfolg mit seinem Sega Mega Drive/Sega Genesis und kaufte die SMS-Rechte von Tonka zurück. Man entwickelte mit dem Sega Master System II eine kleinere, kostenreduzierte Version. Zudem war das Spiel Alex Kidd in Miracle World bereits integriert, so dass kein zusätzliches Modul gekauft werden musste. Später wurde es durch Sonic the Hedgehog ersetzt.

Um 1992 waren die Master-System-Verkäufe in Nordamerika praktisch nicht mehr existent und die Produktion wurde eingestellt. Durch den ausgebliebenen Erfolg erschienen lediglich 115 Titel für die Konsole.

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