Schlacht bei Pälkäne

Die Schlacht bei Pälkäne wurde im Zuge des Finnlandfeldzugs von 1713 im Großen Nordischen Krieg zwischen einer russischen Armee unter Admiral Fjodor Matwejewitsch Apraxin und der verteidigenden finnischen Armee Schwedens unter General Carl Gustaf Armfeldt am 17. Oktober 1713 geführt. Die Schlacht endete mit einem russischen Sieg und einem Rückzug der finnischen Truppen.

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Trotz der katastrophalen Niederlage in der Schlacht bei Poltawa 1709 lehnte Karl XII. Friedensverhandlungen ab. Dänemark und Russland vereinbarten daraufhin Pläne die Stockholm bedrohen sollten. Zwei Angriffsrouten wurden vereinbart. Eine sollte durch das südlich Schweden führen, die andere durch Finnland und den Alandinseln. Der dänische Angriff auf der südlichen Route wurde 1710 in der Schlacht bei Helsingborg abgeschlagen aber die russische Attacke auf Finnland gelang.

Schlacht bei Pälkäne

Der russische Angriff auf Finnland vollzog sich aber nicht so wie geplant, da Peter I. im Krieg gegen das Osmanische Reich abgelenkt wurde. Dies führte dazu, dass die geplanten Angriffe auf Åbo verschoben werden mussten. Die ersten russischen Angriffe bestanden aus Überfällen und Erkundungsoperationen mit der Absicht der Besetzung des südöstlichen Finnlands. Weiterhin sollten die finnischen Länder verheert werden, um schwedischen Kräften keine Basis für Operationen ihrerseits gegen russisch kontrolliertes Land um Sankt Petersburg zu bieten.

Die schwedische Armee in Finnland bestand fast vollständig aus finnischen Soldaten und wurden von General Georg Lybecker geführt. Er war ein unbeliebter und erfolgloser Kommandeur. Seine vorherige Kampagne gegen Sankt Petersburg 1708 hatte dazu geführt, dass die finnische Armee erhebliche Verluste erlitt. Bei dem Rückzug musste er seine Kavallerie aufgeben, die bei der Finnlandkampagne nun fehlte. Im April 1713 begann der Angriff der russischen Truppen mit General Apraxin unter Führung des Zaren Peter I, nachdem logistische Probleme einen Angriff im Vorjahr verhinderten. Die amphibisch angelegte Operation sah vor, die verteidigende finnische Armee mit einem Teil der Armee zu binden, während weitere russische Kräfte im Rücken der finnischen Verteidigungsstellungen anlanden sollten. Helsinki und Porvoo fielen Anfang Mai. Bis August waren die Russen bis Turku vorgestoßen, da sich der glücklose General Lybecker konstant zurückzog. Sein Versagen Finnland zu verteidigen, führte im September zu seiner Abberufung durch General Armfeldt.

Armfeldt nahm eine Verteidigungsposition an einer schmalen Landenge zwischen den Seen Pälkänevesi und Mallasvesi im Gemeindegebiet von Pälkäne ein, um hier die nächste wichtige Stadt Tampere zu verteidigen. Er ordnete seine Infanterie hinter dem Fluss Kostianvirta an, der die beiden Seen über die Landenge verband.

Admiral Apraxin und die Russische Armee lagen in der Nähe vom nahegelegenen Kantokylä. Die starke finnische Verteidigungsposition war durch einen Frontalangriff schwer zu überwinden, so dass Apraxin eine andere Strategie wählte, die bereits erfolgreich in der finnischen Kampagne angewandt wurde.

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