Lars-Hendrik Röller

Lars-Hendrik Röller (* 19. Juli1958 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Ökonom. Seit dem 1. Juli 2011 arbeitet er als Leiter der Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt.

Lars-Hendrik Röller

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Röller, Sohn des ehemaligen Dresdner-Bank-Vorstandssprechers Wolfgang Röller, studierte Informatik an der Texas A&M University und an der University of Pennsylvania, von der er auch einen Master und PhD in Ökonomie hat. Röller begann seine akademische Laufbahn als Forschungsassistent am ‘Department of Economics’ der University of Pennsylvania. In Pennsylvania blieb er bis 1987, wo er auch am ‘Institute for Law and Economics’ tätig war. Von 1987 bis 1999 war Röller Professor an der Business-School INSEAD in Frankreich. 1994 wurde Röller zudem Leiter der Abteilung Wettbewerbsfähigkeit und industriellen Wandel am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB). 1995 wurde er auf den Lehrstuhl für Industrieökonomik der Humboldt-Universität zu Berlin berufen. Im September 2003 wurde Röller zum Chief Economist der Generaldirektion Wettbewerb der Europäischen Kommission ernannt. Dort war er als Chefökonom mit den Bereichen Fusionskontrolle, Kartelle, Missbrauch von Marktmacht und Beihilfekontrolle befasst.

Neben diesen Tätigkeiten war Röller Gastprofessor unter anderem an der Universitat Autònoma de Barcelona, der New York University und der Stanford University. Röller ist Mitglied in mehreren wissenschaftlichen Vereinigungen und Institutionen; unter anderem ist er Präsident der European Association for Research in Industrial Economics (EARIE) und war von 1996 bis 2003 Direktor am Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London. Im Jahr 2004 wurde er zum Fellow der European Economic Association ernannt. Er war vom 1. September 2006 bis zum 30. Juni 2011 Präsident der privaten European School of Management and Technology in Berlin. Von 2009 bis 2011 war er auch Vorsitzender des Vereins für Socialpolitik.

Seit dem 1. Juli 2011 leitet er als Ministerialdirektor die Wirtschafts- und Finanzabteilung im Bundeskanzleramt: Er folgte dort auf Jens Weidmann, der an die Spitze der Bundesbank wechselte, und auf die Interimslösung Uwe Corsepius. Als wirtschaftspolitischer Berater der Bundeskanzlerin fungiert er auch als ihr Vorbereiter und Chefunterhändler („Sherpa“) bei G7– und G20-Gipfeln.[1]

Deutschland war Gastgeber des G20-Gipfels in Hamburg im Juli 2017. Röllers Tätigkeit vor und bei diesem Gipfel hatte dadurch noch mehr Bedeutung als bei den G20-Gipfeln in den Jahren zuvor.[2][3][4]

Für Wirecard organisierte der frühere Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche im September 2019 ein Treffen mit Röller und den früheren Wirecard-Vorständen Burkhard Ley und Alexander von Knoop um den Kontakt zur Bundesregierung aufzubauen.[5]

Er beriet mehrere Organisationen, Regierungen und internationale Unternehmen zu den Themen Wettbewerb, Strategie und Regulierung. Seit 2008 ist er Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.[6]

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