Aktionärsquote

Die Aktionärsquote gibt den Anteil von Aktionären an der Gesamtbevölkerung an. In Deutschland ist diese Kennziffer kein Bestandteil der amtlichen Statistik, sondern wird im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts in einer jährlichen repräsentativen Umfrage erhoben.

Dieser Artikel oder Absatz stellt die Situation in Deutschland dar. Hilf mit, die Situation in anderen Staaten zu schildern.

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Das Deutsche Aktieninstitut definiert die Aktionärsquote als Anteil der Aktienbesitzer an der Bevölkerung über 14 Jahre. Dabei wird der Besitz von Aktien ebenso berücksichtigt wie der von Anteilen an Fonds, die ihr Fondsvermögen ganz oder zum Teil in Aktien investieren. Außen vor bleiben dagegen alle Formen der Kapitalanlage in Aktien durch Versicherungen wie beispielsweise (Lebensversicherungen).

Ermittelt wird die Aktionärsquote einmal jährlich im Auftrag des Deutschen Aktieninstituts durch eine repräsentative Umfrage des (Marktforschungsunternehmens) TNS Infratest. Hierzu werden jährlich ca. 28.000 Anleger im Alter von mindestens 14 Jahren zufällig ausgewählt und in einem persönlichen Interview nach ihren Anlageverhalten befragt. Durch diese Erhebungsmethode sind die ermittelten Aktionärsquoten grundsätzlich mit statistischer Unsicherheit behaftet, können also von den tatsächlichen Aktionärsquoten abweichen.

Die zentrale Kennziffer der Erhebung ist die Aktionärsquote, die direkte Aktionäre und Fondsbesitzer berücksichtigt. Daneben werden auch Teilgrößen veröffentlicht, darunter der Anteil von Belegschaftsaktionären.

Die Aktionärsquote schwankt im Zeitablauf deutlich. Die Schwankungen werden getrieben durch die Zyklen der Börse. Gerade Kleinaktionäre steigen im Laufe der Hausse in Aktienanlagen ein und verlassen mit der Baisse den Aktienmarkt wieder. Ob es gelungen ist, in Deutschland eine dauerhafte Erhöhung der Aktionärsquote zu erreichen ist daher schwer zu beurteilen.

Aktionärsquote[Anm. 1]
Jahr nur Aktien nur Fonds gesamt
1969 12 %[1]
1993 12 %[1]
1992 6,4 %[2]
1994 6,3 %
1996 6,0 %
1997 6,2 % 2,7 % 8,9 %
1998 7,1 % 3,6 % 10,7 %
1999 7,8 % 5,1 % 12,9 %
2000 9,7 % 8,8 % 18,5 %
2001 8,9 % 11,1 % 20,0 %
2002 7,8 % 10,2 % 18,0 %
2003 7,8 % 9,5 % 17,3 %
2004 7,1 % 9,1 % 16,2 %
2005 7,3 % 9,3 % 16,6 %
2006 6,5 % 9,3 % 15,8 %
2007 6,2 % 9,7 % 15,9 %
2008 5,5 % 8,9 % 14,4 %
2009 5,6 % 8,0 % 13,6 %
2010 5,6 % 7,3 % 12,9 %
2011 6,0 % 7,1 % 13,1 %
2012 7,0 % 7,7 % 14,7 %
2013 7,1 % 6,7 % 13,8 %
2017[3] 7,7 % 11,2 % 15,7 %
2018[4] 7,1 % 12,2 % 16,2 %
2019[5] 6,5 % 11,2 % 15,2 %
2020[6] 7,6 % 13,2 % 17,5 %

Anmerkungen

  1. Anteil der Aktienbesitzer ab 14 Jahre an der Bevölkerung in Prozent

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